Anpfiff
Der Ball im Unterhaus rollt wieder

ASK-Kapitän Daniel Guselbauer (rot) will mit seiner Mannschaft wieder im ersten Drittel der OÖ-Liga angreifen.
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  • ASK-Kapitän Daniel Guselbauer (rot) will mit seiner Mannschaft wieder im ersten Drittel der OÖ-Liga angreifen.
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In allen Klassen warten gleich zu Beginn einige Kracher auf die zwölf Teams der Region Enns.

Zum zweiten Mal in Folge verhinderte die Corona-Pandemie eine ordnungsgemäße Durchführung einer Meisterschaft im Fußball-Unterhaus. Nach einer harten und ungewohnt langen Vorbereitungsphase brennen die Kicker aber nun auf den bevorstehenden Saisonstart. Nach den ersten beiden Runden des Transdanubia-Landescups macht die OÖ-Liga am Wochenende des 5. und 6. August den Anfang. Eine Woche später folgen die restlichen Klassen. Doch was hat sich im Sommer bei den einzelnen Vereinen getan?

OÖ-Liga

ASK St. Valentin: Für die Niederösterreicher lief die Hinrunde in der vergangenen Spielzeit nicht ganz nach Wunsch. Gute Leistungen wurden teilweise nicht belohnt. In der Vorbereitung präsentierten sich die Roten jedoch stark. Nur Zweitligist Amstetten musste man sich geschlagen geben. Zudem konnte man ein weiteres Mal einen wahren Transfercoup landen: Ex-Vorwärts-Kapitän Thomas Himmelfreundpointner soll in Zukunft als Mittelfeldstratege agieren. Gespannt darf man auch auf den Kampf um die neue Nummer 1 sein. Nach den Abgängen von Christoph Wagner-Binder (zu SC St. Valentin) und Tobias Jetzinger (nach Deutschland) gab es akuten Handlungsbedarf auf der Torhüterposition. Hier setzen die Verantwortlichen vor allem auf den Faktor Jugend. Neben Eigengewächs Elias Bogenreiter (18 Jahre) verpflichtete man mit Aleksander Dragojevic (21 Jahre, von ASKÖ Oedt) und Valerian Hüttner (20 Jahre, zuletzt Vorwärts Steyr) wahre Rohdiamanten. Vor allem Hüttner kann in seinen jungen Jahren bereits auf Erfahrungen bei den Young Violets sowie Wolfsburg II zurückblicken. Nach dem Erstrunden-Aus im Landescup gegen Ligakonkurrenten Pregarten wartet zu Beginn der OÖ-Liga auch keine leichtere Aufgabe: St. Martin im Mühlkreis, seines Zeichens Tabellenführer der abgebrochenen Saison, heißt der Auftaktgegner.

Union St. Florian: Jährlich grüßt das Transfer-Murmeltier in St. Florian. Wieder einmal stand ein kleiner Umbruch bei den Sängerknaben an. Auf vier Abgänge folgten sieben Neuzugänge. Anders als in den vergangenen Jahren wurden dieses Mal aber auch richtige Transferkracher präsentiert. So bediente man sich zum Beispiel mit Radek Gulajev (SV Gmundner Milch) und Amer Hamidovic (Pregarten) bei der direkten Konkurrenz. Die starken Auftritte in der Vorbereitung, mit nur einer Niederlage gegen Zweitliga-Meister Blau-Weiß Linz, konnten im Landescup bestätigt werden. Nach einem Last-Minute-Sieg in Runde eins gegen Bezirksligist Bad Hall setzten sich die Florianer in der zweiten Runden gegen Landesligist Katsdorf klar mit 3:0 durch. Ähnlich wie in St. Valentin ist der Start in die OÖ-Liga-Saison in St. Florian nicht minder schwierig. Zum Auftakt gastiert mit Union Edelweiß der Zweitplatzierte der Corona-Saison im Florianer Sportpark.

Bezirksliga Ost

Kronstorf: Auch dem SC Kronstorf steht ein herausfordernder Start bevor. Cup-Fighter und Zweitplatzierter der Abbruch-Saison Bad Hall empfängt den stärksten Bezirksligisten der Region. Sowohl die Vorbereitung als auch die Neuzugänge machen Hoffnung auf eine ähnlich gute Hinrunde wie in den vergangenen Spielzeiten. Vor allem Heimkehrer Michael Höll (von St. Florian) und Ex-ESK-Akteur David Hutterberger werden für zusätzliche Durchschlagskraft in der Offensive sorgen. 

Enns: Das Coronavirus machte in der vergangenen Saison natürlich auch vor der Bezirksliga nicht halt. Zwei Spiele weniger als die meisten Konkurrenten konnten die Ennser nur absolvieren. Deshalb und aufgrund schwankender Leistungen belegte man punktegleich mit dem Vorletzten den Relegationsplatz. Nach dem Abgang von Stefan Taferner zu Pregarten setzten die Verantwortlichen des ESK vor allem auf Rückkehrer. Mit Emre Sen, Sükrü Kilic und Ozan Parmak kehren drei Akteure aus Niederneukirchen zurück in die Enns-Arena. 

Asten: Sportlich gesehen kamen die beiden abgebrochenen Spielzeiten für den SK Asten nicht ungelegen. Zwei Mal schlitterte man den Abstieg entgegen. In der Vorbereitung konnte man durchaus Selbstvertrauen für einen erneuten Angriff auf die Mission "Klassenerhalt" tanken. Zudem verstärkten sich die Astener mit namhaften Neuzugängen. Christoph Prandstätter (St. Florian), Jakub Dranga (Freistadt) und Manuel Gratzl (Ottensheim) sollen gleich beim wichtigen Auftaktmatch gegen Leonding die vier Abgänge kompensieren.

1. Klasse Nordost

SC St. Valentin: Während die St. Valentiner in der ersten Abbruch-Saison stark aufgeigten, hatte die Mannschaft in der zweiten mehr Probleme. Dennoch lebte die Chance auf den lang ersehnten Aufstieg. Dieser soll heuer unter anderem mit der Familie Gschnaidtner in Angriff genommen werden. Ex-OÖ-Liga-Coach Harald agiert ab sofort an der Seitenlinie, seine Söhne Sebastian (von Union Perg) und Julian sollen unter anderem auf dem Spielfeld den Traum von der Bezirksliga verwirklichen. Zum Handeln war man auch auf der Torwartposition gezwungen: Niklas Rimser verließ den SC Richtung Schwertberg. Mit Christoph Wagner-Binder von Stadtrivale ASK holte man einen altbekannten Ersatz zurück.

SC St. Pantaleon-Erla: Die Pantas starten bereits in ihre fünfte Saison in der 1. Klasse Nordost. Wären die vergangenen beiden Spielzeiten nicht abgebrochen worden, hätte man wahrscheinlich bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Dieses Schicksal könnte die Niederösterreicher auch heuer ereilen. Mit drei Siegen und vier Niederlagen verlief die Vorbereitung eher durchwachsen. Der Startschuss fällt für die Schwarz-Gelben mit einem schweren Auswärtsmatch in Schweinbach.

1. Klasse Ost

Florian Juniors: Nur drei Jahre nach der Wiedereinführung war es für die zweite Mannschaft des OÖ-Ligisten vergangene Saison endlich soweit. Als einzige Unterhaus-Mannschaft in Oberösterreich durfte man sich, aufgrund der vollendeten Hinrunde, über den Meistertitel freuen. Die Leistung aus der Vorsaison konnten die Juniors gleich in den ersten beiden Vorbereitungsspielen bestätigen: 6:0 bzw. 7:0 hieß es dabei am Ende. In der weiteren Vorbereitung konzentrierte man sich vor allem auf Gegner aus der gleichen Leistungsstufe. Dabei hatten die Sängerknaben deutlich mehr zu kämpfen. Dennoch darf man gespannt sein, zu welchen Überraschungen die jungen Florianer auch heuer wieder fähig sein werden.

Ernsthofen: Zwei Jahre ist es her als die Niederösterreicher den Aufstieg in die 1. Klasse bejubeln durften. Eine komplette Saison in der neuen Leistungsstufe blieb den Kickern jedoch noch verwehrt. Die Vorbereitung verlief von den Testspiel-Ergebnissen her sicher nicht nach Wunsch. Trotzdem haben die Ernsthofener bereits bewiesen, dass sie auch in der 1. Klasse mithalten können.

Hofkirchen: Bereits in ihre sechste Spielzeit in der 1. Klasse Ost starten die Traunkreis-Kicker aus Hofkirchen. Heuer wartet mit Spital/Pyhrn als Auftaktgegner ein wahrer Kracher gleich zu Beginn. Vielleicht auch deshalb konzentrierte man sich in der Vorbereitung hauptsächlich auf Gegner aus höheren Spielklassen. Trotz einiger Niederlagen dürfen die Hofkirchner selbstbewusst in die neue Saison gehen, gingen die meisten Spiele nur knapp verloren. Auch auf dem Transfermarkt tat sich in Hofkirchen einiges: Auf drei Abgänge folgten gleich sieben Neuzugänge.

2. Klasse Nordost

Niederneukirchen: Zwei Mal schrammten die Niederneukirchner in den letzten Jahren nur knapp am Aufstieg vorbei. In der vergangenen abgebrochenen Saison hatten die Kicker mit deutlich mehr Problemen zu kämpfen. Zudem folgte im Sommer ein Kaderumbruch. Sechs Abgänge stehen ebenso viele Neuzugänge gegenüber. Eine mögliche Erklärung für die anfänglichen Schwierigkeiten in den Vorbereitungsspielen. Nun dürfte sich die neu zusammengestellte Mannschaft jedoch gefunden haben und durfte kurz vor Saisonstart auch die ersten Siege feiern.

ASK St. Valentin 1b: Nach vier Spielzeiten in der 2. Klasse Ost wechselt die zweite Mannschaft des OÖ-Ligisten zur neuen Saison in die Gruppe Nordost. Mit Christoph Guselbauer und Davor Klepic übernehmen zudem zwei ehemalige Kampfmannschaftsakteure das Trainerzepter. Und auch auf dem Spielfeld werden einige alte Gesichter wieder zu sehen sein. Die Routiniers Martin Winklehner und Michael Dorfmayr sollen der jungen Truppe mehr Stabilität verleihen.


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