06.10.2014, 11:51 Uhr

Die wohl größte Hürde

Vergangene Woche galt es für die angehenden Unteroffiziere, die Belastungsübung zu bestehen.

ENNS (wom). Die HUAk Enns zeichnet sich für die Ausbildung der Unteroffiziere des österreichischen Bundesheeres verantwortlich. Ein wesentlicher Teil dieses Lehrgangs ist die einwöchige Belastungsübung, die in der vergangenen Woche über die Bühne ging. "Die Soldaten werden dabei an ihre physischen und psychischen Grenzen geführt", erklärt Übungsleiter Major Christian Brunmayr, Lehrgangsleiter an der HUAk Enns. Bei dieser Übung soll die Führungsfähigkeit als Gruppenkommandant unter besonderer Belastung überprüft werden. Dazu wurden die 136 Kursteilnehmer in etwa zehn Mann starke Gruppen eingeteilt, wobei das Kommando ständig wechselt. Neben den Märschen, insgesamt wurden über 100 Km zurückgelegt, den einzelnen Gefechtsübungen und der Mutprobe, dem Abseilen aus einer Höhe von rund 40 Metern, setzt vor allem der Schlafmangel den teilnehmenden Soldaten zu. "Diese Belastungsübung ist eine der größten Herausforderungen in der Laufbahn eines Soldaten im österreichischen Bundesheer. Nur wer wirklich fokussiert und mental und körperlich auf der Höhe ist, bewältigt diese Aufgabe", erklärt Brunmayr, der gleichzeitig betont, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe ist. Dies kann auch der angehende Unteroffizier Severin Faiman bestätigen. "Die Gruppe muss über die gesamte Woche zusammenhalten", erklärt der Leistungssportler vom Heeresportzentrum. Selbst an dem trainierten Athleten waren die Strapazen der vergangenen Woche nicht spurlos vorübergegangen. "Ich bin jetzt einfach glücklich, wieder in der Kaserne zu sein. Es war eine prägende Erfahrung, die ich aber nicht in der nächsten Zeit wiederholen möchte", verrät Faiman.
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