04.04.2017, 13:59 Uhr

"Kameradschaft so wichtig wie Ausbildung"

(Foto: FF Niederneukirchen)
NIEDERNEUKIRCHEN. Johannes Mayr ist gerade einmal 30 Jahre alt und bereits seit vier Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Niederneukirchen. Damals war er jüngste Kommandant des Bezirkes – mittlerweile hat ihn der Kronstorfer Andreas Benda "überholt". Mayr ist mit neun zur Feuerwehr gekommen. Papa, Onkel und Cousins waren schon dabei, so war das damals. "Früher war das normal, wenn Verwandte bei der Feuerwehr gewesen sind, sind die Kinder auch dazugekommen. Mittlerweile wird das immer weniger", sagt Mayr.

Die Jugendarbeit liegt den Niederneukirchnern sehr am Herzen. "Die Jugend ist unsere Zukunft", so Mayr. Um die Kleinen für die Feuerwehr zu begeistern, lassen sie sich allerhand einfallen. Am 9. September findet heuer zum zweiten Mal ein Tag der offenen Tore statt. Die FF Niederneukirchen organisiert dabei ein buntes Kinderprogramm. Im Vorjahr durften die Florianis 500 Besucher bei dieser Veranstaltung begrüßen.

138 Mal mussten die Niederneukirchner im Vorjahr inklusive Übungen ausrücken, das sind 4.800 Stunden für die freiwilligen Einsatzkräfte. Haupteinsatzgebiet ist die Wolferner-Landesstraße, die Richtung St. Florian führt und wo es die meisten Verkehrsunfälle gibt.

"Unsere große Stärke ist die Tageseinsatzbereitschaft", meint Mayr. Viele Kameraden würden vor Ort arbeiten und in Firmen, die die Freiwilligen unterstützen. "Ich bemühe mich um die Kameradschaft innerhalb der Truppe", sagt der Kommandant. Beim Dorffest stehen die Florianis an der Ausschank. Im Sommer machen sie in Kroatien einen Segeltörn. Dass die Kameraden flott sind bewiesen sie schon dreimal als schnellstes Feuerwehr-Team beim Linz-Marathon. Heuer starten sie den vierten Anlauf.

"Wichtig ist mir auch die Ausbildung." Dabei versucht Mayr immer wieder Abwechslung reinzubringen. Geplant ist eine Übung mit Reptilien. Ansonsten kommen immer wieder externe Ausbildner, um neue Impulse zu geben. Abwechslung wäre entscheidend, um die Leute bei der Stange zu halten, meint Mayr: "Heute gibt es viel Freizeitstress und viele Vereine, da muss man als Feuerwehr attraktiv bleiben."

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