20.01.2012, 09:50 Uhr

St. Florianer: „Ich bin aus allen Wolken gefallen“

Der Florianer Severin Trogbacher rockt die Bühne gemeinsam mit Hubert von Goisern. (Foto: gib-mir-musik.at)

Den Nummer-Eins-Hit „Brenna tuats guat“ hat der St. Florianer Severin Trogbacher mitgeschrieben – mit Hubert von Goisern tourt er durch ganz Europa.

ST. FLORIAN (das). „Ich habe mein Musikstudium mit 21 Jahren abgebrochen, weil ich bereits so viele Jobs zu spielen hatte, dass sich die Universität daneben nicht mehr ausgegangen ist“, beschreibt der Florianer Severin Trogbacher (29) seinen Weg zum Profimusiker. Erste Zwischenbilanz seiner musikalischen Karriere: Eine Gold- und eine Platinschallplatte zieren seine Zimmerwand.
Trogbacher ist Gitarrist in der Band von Hubert von Goisern – den Song „Brenna tuats guat“ hat er mitkomponiert. „Wir haben uns anfangs schon gedacht, dass es eine geile Nummer geworden ist, aber wie sie den Song dann auf Ö3 gespielt haben, war das natürlich außergewöhnlich“, schildert der junge Profimusiker. Kurze Zeit danach hat Trogbacher eine SMS von Bandleader Hubert bekommen: Brenna tuats guat ist Platz eins diese Woche – „da bin ich entgültig aus allen Wolken gefallen“, erinnert sich der Gitarrist.
Das Lied selbst ist in Salzburg bei Hubert von Goisern zu Hause gemeinsam mit der Band entstanden. „Hubert ist mit einer rudimentären Ziehharmonika dahergekommen und wir haben die instrumentale Idee gemeinsam weiterentwickelt. “
Trogbacher hat in den vergangenen Jahren mit Hubert von Goisern große Tourneen gespielt und ist unter anderem auch mit Stars wie Xavier Naidoo oder Konstantin Wecker auf der Bühne gestanden. „2009 habe ich fünf Konzert-Gigs mit Xavier Naidoo gespielt. Er ist unfassbar musikalisch“, sagt der Florianer Gitarrist. Im Rahmen der Hubert von Goisern-Donau-Ost-Konzertreihe verbrachte Trogbacher – mittlerweile lebt er in Wien – 75 Tage auf einem Schiff, das donauabwärts fuhr. Nie zuvor hat er dabei etwas, musikalisch wie landschaftlich, Vergleichbares erlebt, erzählt er.

Ziel ist eigenes Soloalbum
Auf die Frage, was sich nach einer Platinschallplatte geändert hat, sagt Trogbacher: „Natürlich kommen Leute und gratulieren, aber geändert hat sich nicht viel. Man denkt ja niemals daran, sich einmal eine Platin-Platte aufhängen zu können. Aber als es dann passiert ist – dieser Moment war schon erhebend.“ Heuer wird er wieder viele „leiwande“ Konzerte mit Hubert von Goisern spielen – daneben wird sein „Jamclub“ in Wien ausgebaut. Großes Ziel des Florianer Musikers ist jedoch, ein eigenes Soloalbum herauszubringen. „Ich hoffe, dass ich das bald schaffe“, sagt er. Vielleicht gibt es ja dafür wieder Platin.
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