09.02.2018, 07:55 Uhr

Tüftler und Bastler sind gefragt

Die HTL-Maturanten Nadine Furtlehner, Raphael Bühringer, Markus Graf und Christoph Steidl mit Betreuer Michael Buchinger. (Foto: BRS/Köck)

Ein Ennsdorfer HTL-Schüler möchte die „120-Sekunden“-Jury von sich und seiner App überzeugen.

REGION. „Kreative Köpfe, die neue Produkte entwickeln, kann man nicht genug haben“, weiß Doris Hummer, Präsidentin der oö. Wirtschaftskammer. „Neue Geschäftsideen sind unverzichtbar und bringen eine Blutauffrischung für die Wirtschaft“, stimmt ihr Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl zu. Die „120-Sekunden“-Aktion der BezirksRundschau holt deshalb kreative Köpfe vor den Vorhang und bietet ihnen die Chance, ihr Produkt richtig zu vermarkten und daraus ein richtiges Geschäft aufzuziehen. Denn: „Den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern, ist das, was die oberösterreichische Wirtschaft braucht“, so Andreas Pirkelbauer, Vorstand der Volksbank Oberösterreich. Außerdem: „Innovationen leisten einen Beitrag zu Wirtschaftswachstum, Arbeitsplatzqualität und Wohlstand“, so Michael Nösslböck, Geschäftsführer von eccontis treuhand gmbh. Mit der „120 Sekunden“-Aktion wird genau solchen Innovationen eine Plattform geboten.

Einer der Kandidaten ist Markus Graf aus Ennsdorf. Gemeinsam mit drei Schulkollegen entwickelte er eine App für Studenten und junge Ärzte. Die richtige Röntgenposition soll so leichter von der Hand gehen. Gerade für Studenten der Radiologietechnologie ist es schwierig, diese herauszufinden. Dicke Wälzer bilden die verschiedenen Stellungen zwar ab, sind aber für die tägliche Arbeit sehr unpraktisch. „Mithilfe von Texten und Bildern kann der Student oder Arzt die richtige Röntgenposition feststellen“, erklärt der Ennsdorfer Schüler die App. Weiterer Pluspunkt: Viele Erfahrungswerte seien nicht dokumentiert, weshalb die App auch hier ansetzt. Interaktiv werden Bilder und Texte bereitgestellt. Eigene Erfahrungswerte und Bilder können ebenso eingepflegt werden.

Auch Gerhard Weiss aus Neuhofen stellt sich der Jury. „3.000 Umdrehungen mit 42 Stundenkilometern: Wenn etwas im Weg ist, wird es einfach pulverisiert“, beschreibt Weiss den Einsatz seiner „Baum-Strunk-Fräse“. Seit 1. Jänner 2018 ist Weiss im Ruhestand. „Ich habe im Garten einige Bäume umgeschnitten und stand vor dem Problem: Was mache ich mit den Baumstümpfen?“ So tüftelte Weiss an einem neuen, kostengünstigen Werkzeug für Handwerker, passend für jeden Winkelschleifer.

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