20.11.2017, 18:45 Uhr

Sozialplan für C&A Logistik in Enns abgeschlossen

(Foto: Foto: Fotokerschi.at/Kerschbaummayr)

Nach mehreren Verhandlungsrunden wurde nun ein Paket von bis zu 2,4 Millionen Euro für die Beschäftigten beschlossen.

ENNS. Das C&A Logistiklager in Enns schließt 2019. Nach mehreren Verhandlungsrunden einigten sich die Geschäftsleitung von C&A Österreich und die Gewerkschaft auf ein Paket von bis zu 2,4 Millionen Euro für die Beschäftigten. 180 Mitarbeitern wurde der von C&A Österreich, der Gewerkschaft GPA-djp und dem Betriebsrat vereinbarte Sozialplan präsentiert. Darin wurden nach einem Punktesystem die Schwere der sozialen Nachteile, die sich für die einzelnen Betroffenen durch die Schließung ergeben, bewertet: Lebensalter, unterhaltspflichtige Kinder, alleinerziehend, beide Partner sind im Unternehmen beschäftigt und noch einige mehr. C&A Österreich möchte möglichst viele Beschäftigte bis zur Standortschließung im Jahr 2019 im Unternehmen halten, heißt es in einer Aussendung. Auch eine Arbeitsstiftung für die Zeit nach dem Arbeitsverhältnis wurde vereinbart.

Mitarbeiter so lange wie möglich halten

„Uns ist es sehr wichtig, die Standortschließung für unsere Beschäftigten sozial verträglich zu gestalten und sie so lange wie möglich als Mitarbeiter halten zu können. Mit dem nun vorliegenden Sozialplan ist uns das auf eine sehr faire Art und Weise gelungen“, so Manfred Monsberger, "Head of Human Ressources" bei C&A Österreich. Andreas Stangl, der Geschäftsführer der GPA-djp Oberösterreich sagte: „Mit der Schließung des Betriebes verlieren rund 180 Menschen ihren Arbeitsplatz, für sie und ihre Familien ist das katastrophal. Besonderer Dank für diesen Sozialplan, der das Schlimmste abfedert, gilt den Verhandlern auf Arbeitnehmerseite – und hier besonders den Betriebsrätinnen, die ja selbst Betroffene sind.“

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