Eine Geisterbahn für den Böhmischen Prater

Stolz präsentieren Chef Ernst Hrabalek und der technische Leiter Michael Temper (l) die neue Geisterbahn.
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  • Stolz präsentieren Chef Ernst Hrabalek und der technische Leiter Michael Temper (l) die neue Geisterbahn.
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FAVORITEN. Das älteste Ringelspiel Europas hat einen neuen Nachbarn bekommen: Auf dem Grundstück von Ernst Hrabalek vom Verein "Freunde des Böhmischen Prater" steht nun eine Geisterbahn: "Sie ist zwar ein gebrauchtes Fahrgeschäft, aber trotzdem ein Unikat."

Die Entscheidung traf der Schausteller spontan. "Wir haben innerhalb von 48 Stunden beschlossen, dass wir die Geisterbahn haben wollen", so Ernst Hrabalek. Die neue Geisterbahn hat schon einen sehr langen Weg hinter sich: Gebaut wurde sie in Großbritannien, nach Australien geliefert und dann nach Deutschland weiterverkauft. "Wir haben zufällig davon erfahren – und dann musste alles schnell gehen", erklärt Michael Temper, Technischer Leiter des "Park Hrabalek", wo sowohl das älteste Ringelspiel Europas, als auch die Geisterbahn stehen. Die Attraktion wurde kurzerhand gekauft und nach Favoriten gebracht.

Startschuss am 6. Mai

Lang hat die Geisterbahn im Böhmischen Prater auf sich warten lassen. Der Aufbau war allerdings in Rekordzeit erledigt. "Die deutschen Kollegen wissen genau, was wo hingehört. Eine Einweisung wird es auch noch geben", so Temper. So stand die mobile Geisterbahn innerhalb von zwei Tagen und könnte theoretisch bereits in Betrieb sein. Richtig los geht es aber erst am 6. Mai, bei der großen Eröffnung.

Gewinn für den guten Zweck

Auf dem Platz vor der Geisterbahn herrscht noch Chaos: Baggerspuren und Erde zeugen vom Aufbau. Hier sollen noch kleinere Fahrgeschäfte aufgestellt werden, plant Temper: "Ich hätte das gerne, um den Park noch mehr aufzuwerten." Ernst Hrabalek und Michael Temper sind Ur-Favoritner. Beide sind im Bezirk aufgewachsen und haben ihre Kindheit im Böhmischen Prater verbracht.

In die nächsten 100 Jahre

"Ich möchte den Gewinn, den meine Attraktionen im Böhmischen Prater einspielen, gerne Spenden", so Hrabalek. "Wir stehen auch in Kontakt mit der Bezirksvorstehung, die uns bei diesem Projekt sehr unterstützt." Waisenhäuser oder Kinderspitäler sollen nicht nur hier regelmäßig Spaß haben können, sondern auch regelmäßig finanziell bedacht werden.

Ernst Hrabalek schaut gespannt in die Zukunft: "Ich möchte hier etwas aufbauen, was noch 100 Jahre übersteht. Ich denke mit dem Böhmischen Prater geht es steil bergauf."

Hintergrund:

Bericht:Eine historische Orgel für das Ringelspiel
Bericht:Favoritner rettet Europas ältestes Karussell

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