Bloch-Bauer-Promenade
Eine Promenade als Fußgängerzone

Die beiden Mit-Initiatorinnen für die Fußgängerzone im Sonnwendviertel Ost: Marina Mohr (l.) und Emilia Bruck.
  • Die beiden Mit-Initiatorinnen für die Fußgängerzone im Sonnwendviertel Ost: Marina Mohr (l.) und Emilia Bruck.
  • Foto: Karl Pufler
  • hochgeladen von Karl Pufler

Bloch-Bauer-Promenade: Bewohner haben sich fürs ursprüngliche Mobilitätskonzept entschieden.

FAVORITEN. Im Osten des Sonnwendviertels, im Bereich, der den Bahnschienen näher liegt, wird noch fleißig gebaut. Die ersten Mieter sind schon eingezogen und Lokale, wie der Stadtelefant, beleben bereits die ersten Ecken.

Das Herzstück des neuen Grätzels wird die Bloch-Bauer-Promenade, die sich durch das neue Viertel zieht. Ursprünglich wurde sie als Fußgängerzone vorgesehen, auf der man mit dem Rad fahren darf. Danach kam es zu einer Änderung und sie sollte zu einer Wohnstraße werden.

"Grund dafür war, dass man den zukünftigen Bewohnern das Leben erleichtern wollte", so Bezirksvize Gerhard Blöschl (SPÖ). Hier sollte man nur im Schritttempo zufahren können und die Möglichkeit von Anlieferungen auch außerhalb der Lieferzeiten gegeben sein.

Petition für die Fußgängerzone

Die künftigen Sonnwendviertler zeigten sich von dieser Änderung aber überhaupt nicht angetan, weil viele von ihnen wegen der Fußgängerzone hierhergezogen sind, so Emilia Bruck. Sie starteten eine Petition und forderten, dass die Bloch-Bauer-Promenade eine Fußgängerzone bleiben müsse, auf der Radfahren erlaubt ist.

Immerhin 502 Unterschriften konnten sie von Menschen sammeln, die hier jetzt oder in Zukunft wohnen. Mehr als 1.000 weitere Unterstützer kamen aus ganz Wien. "Die Petition wurde von einem Zusammenschluss von Baugruppen und Quartiershäusern gestartet", so die Mitbegründerinnen Emilia Bruck und Marina Mohr.

Sie fürchten, dass es bei einer Wohnstraße zu Nutzungs-Konflikten kommen könnte. "Bei einer Fußgängerzone gibt es klare Regeln", so Mohr.

Belebte Straße

Für die Bewohner der Baugruppen und Quartiershäuser ist die Autofreiheit besonders wichtig. So sind aktive Erdgeschoßzonen geplant. Das heißt: Gastronomie, Kultur und Gewerbe sollen hier florieren. Das soll durch eine aktive Bespielung des Freiraums ermöglicht werden. Autoverkehr würde bloß stören, so die Anrainer.

Sie sind sich sicher, ein alternatives Mobilitätskonzept umsetzen zu können. Etwa die Anlieferung mit einem Lastenrad. "Auch ein Kühlschrank wurde schon auf einem kleinen Rollwagen transportiert", weiß Marina Mohr. Man könne ja, so weit erlaubt, zufahren und den restlichen Weg etwa mit einem Rollwagen überwinden.

Förderungen möglich

Zusätzlich gibt es von der Mobilitätsagentur eine Förderung, wenn Anrainer des Sonnwendviertels Ost alternative Lösungen finden. So werde beispielsweise die Anschaffung eines Trolleys oder Lastenrads von der Mobilitätsagentur unterstützt.

Nach einem Gespräch zwischen den künftigen Bewohnern und Bezirksvorsteher Marcus Franz und seinem Vize Gerhard Blöschl (beide SPÖ) kam man zu einer Einigung: Die Bloch-Bauer-Promenade wird zu einer Fußgängerzone, auf der man radeln darf.

Noch wird auf einem großen Teil der Straße gearbeitet, aber schon bald soll hier das Leben auch auf der Straße pulsieren.

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