Überleben im Winter fraglich
Unbekannte stoßen Bienenstock im Kurpark um, Imker fassungslos
- Einer der drei Bienenstöcke eines Imkers im Kurpark wurde umgestoßen. Das Insektenvolk wird den Winter mit etwas Pech nicht überleben.
- Foto: zVg
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Ein Imker musste nach dem Urlaub feststellen, dass einer seiner Bienenstöcke umgeschmissen worden ist. "Mutwillig", ist er sich sicher. Das Volk wird den Winter vielleicht nicht überleben.
WIEN/FAVORITEN. Seit fast zwei Jahren züchtet ein Imker seine Bienenvölker im Kurpark in Favoriten. Er hat sich ein kleines Grundstück von der Magistratsabteilung 42 – Stadtgärten gepachtet, auf dem er drei Bienenstöcke aufgestellt hat.
Liebevoll kümmert er sich um seine fleißigen Nutzinsekten. "Ich habe mich gefreut, nach meinem Urlaub wieder nach den Bienen zu schauen", erzählte er MeinBezirk. Doch als er Ende Juli den Kurpark aufsuchte, musste er feststellen: Einer der Bienenstöcke wurde umgestoßen.
"Das war mutwillig"
"Ich war fassungslos", erklärt der Hobbyimker. Am Wind oder an anderen "natürlichen Einflüssen" könne es nicht liegen: "Die Bienenstöcke sind mit Spanngurten fixiert. Bei dem einen lag der Gurt daneben geöffnet. Das passiert nicht einfach so."
Der Züchter versteht nicht, wieso sich Menschen so verhalten: "Das gepachtete Grundstück liegt abseits, da muss man extra hingehen. Und so ein Bienenstock ist schwer, die Person hat also mit Kraft dagegen treten müssen. Das war mutwillig."
"Sie tun niemandem etwas"
Für das Bienenvolk könnte der vandalistische Akt den Tod bedeuten. Der Deckel ist heruntergefallen. "Im Stock hat es immer rund 37 Grad Celsius. In der Nacht wurde es zu kalt, die Brut ist gestorben." Zudem sei die sogenannte "Räuberei" eingetreten, bei der umliegende Bienenvölker den leicht zugänglichen Honigvorrat abbauen. "Die Bienen bereiten sich schon auf den Winter vor. Wenn ich Pech habe, wird dieses Volk den Winter nicht überleben."
- Die Brut sei wegen des Vandalismusaktes gestorben.
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Für den Imker würde ein totes Volk einen finanziellen Verlust mit sich bringen, aber nicht nur: "Es tut mir weh, wenn ich hinkomme und meine Bienen am Boden verteilt sehe. Ich verstehe nicht, wieso Menschen so etwas machen, die Tiere tun niemandem etwas."
Er habe der Polizei den Fall gemeldet, mit Hoffnung: "Die Person hat sicher etliche Bienenstiche. Vielleicht musste sie deshalb sogar ins Krankenhaus." Die Polizei bestätigt gegenüber MeinBezirk, am 30. Juli wurde eine Anzeige erstattet: "Eine bislang unbekannte Täterschaft soll Bienenstöcke umgeworfen und beschädigt haben." Ermittlungen seien im Gange.
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