Krim-Kongo-Fieber
Patient in Wien mit seltener Infektionskrankheit behandelt
- Eine Person wurde mit einer Infektion des Krim-Kongo-Fiebers in die dafür spezialisierte Klinik Favoriten in Wien eingeliefert. Die Person hielte sich zuvor im Nahen Osten auf. (Archiv)
- Foto: Maximilian Spitzauer/MeinBezirk
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Eine Person wurde mit einer Infektion des Krim-Kongo-Fiebers in die dafür spezialisierte Klinik Favoriten in Wien eingeliefert. Die Person hielte sich zuvor im Nahen Osten auf.
WIEN/FAVORITEN. Seit Freitag befindet sich ein Patient mit einer seltenen Viruserkrankung in der Klinik Favoriten. Wie der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) in einer Aussendung mitteilte, wird eine Person mit einer bestätigten Infektion des Krim-Kongo-Fiebers behandelt.
Die Person befinde sich in einem stabilen Zustand und wird von Experten der Infektiologie und Tropenmedizin umfassend betreut. Bei dem Patienten – das Geschlecht nicht bekannt – sind Symptome nach einem Aufenthalt im Nahen Osten aufgetreten und die Person suchte zeitnah medizinische Unterstützung.
Seltene virale Infektionskrankheit
"Aufgrund der Symptomatik wurde frühzeitig die Infektiologie der Klinik Favoriten hinzugezogen und der Patient entsprechend den geltenden medizinischen und hygienischen Standards isoliert", heißt es. Inzwischen haben diagnostische Untersuchungen den Verdacht auf Krim-Kongo-Fieber bestätigt.
- Seit Freitag befindet sich ein Patient mit einer seltenen Viruserkrankung in der Klinik Favoriten. (Archiv)
- Foto: Wiener Gesundheitsverbund/David Bohmann
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Die Rede ist von einer seltenen viralen Infektionskrankheit, die vor allem durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird. Die Infektion kann auch durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere erfolgen. Die Krankheit kommt vor allem in Teilen Afrikas, Südosteuropas, des Nahen Ostens und Asiens vor.
So sehen die Symptome aus
Als Symptome werden plötzlich auftretendes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen genannt. Blutungen und weitere Organbeeinträchtigungen bis hin zum Multiorganversagen sind bei schweren Verläufen möglich. Grundsätzlich ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich, erfolgt jedoch überwiegend bei engem und ungeschütztem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. "Eine Übertragung durch alltägliche soziale Kontakte ist äußerst unwahrscheinlich."
"Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernstzunehmende Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die Patientin ist in besten Händen und wird von einem Expert*innen-Team umfassend betreut", sagt Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten.
Weitere Informationen über das Krim-Kongo-Fieber gibt es hier.
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