Petition gegen Flächenumwidmung
Verlieren Grundstücke in der Heimkehrersiedlung an Wert?
- Die Heimkehrersiedlung wird mit einer Flächenwidmung geschützt. In der Siedlung entbrach daraufhin ein Streit.
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Eine Siedlung im Streit: Der Verband der Heimkehrersiedlung initiierte eine Flächenumwidmung, einige Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich umgangen. Eine Petition gegen die Flächenwidmung erreichte 500 Stimmen, die Bezirksvorstehung dementiert die vermeintlichen Probleme.
WIEN/FAVORITEN. Die Heimkehrersiedlung am Laaer Berg ist eine kleine Idylle. Einfamilienhäuser mit Gärten, bewohnt von wenigen Tausend Menschen, rundherum Natur. Um den Ort vor einer chaotischen Verbauung zu schützen, hat die Stadt Wien einen neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan veranlasst.
Dieser grenzt Bauvorhaben und deren Dimensionen klar ein – zum Schock mancher Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Petition wurde initiiert, diese hat binnen weniger Wochen die notwendigen 500 Stimmen erreicht und muss somit im Petitionsausschuss behandelt werden.
"Auf dem Rücken der Familien"
"Stopp der geplanten Flächenwidmung, solange die Interessen der Eigentümerinnen und Eigentümer nicht ausreichend berücksichtigt werden", heißt es im Petitionsschreiben. Die Petenten – die Personen hinter der Petition – sehen in der Aktion der Stadt Wien eine Wertminderung der Grundstücke.
Demnach können nur noch Einfamilienhäuser gebaut werden, Mehrparteienhäuser passen nicht ins Bild und sind verboten. Das sei zwar unterstützenswert, schreiben die Petenten, "aber darf nicht auf dem Rücken der dort ansässigen Familien (Eigentümer) passieren".
- Vielmehr werde der Wert der Grundstücke durch die Flächenumwidmung geschützt, heißt es aus dem Favoritner Amtshaus.
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Man fordert transparente Entscheidungsprozesse und allem voran die Möglichkeit, mitzusprechen. Was ist dran an den Anschuldigungen? Für die Bezirksvorstehung nicht viel. Die Begründung der Petition, man sei nicht in den Prozess eingebunden worden, versteht man nicht.
Siedlungsverband war Initiator
Demnach war es der Verband der Heimkehrersiedlung, der ursprünglich den Wunsch nach Maßnahmen gegen die Verbauung geäußert hat. Der Verband vertritt eigentlich die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung.
"Dieser Wunsch war der Anlass des Flächenwidmungsplans, dessen Ziel es ist, den Charakter der Heimkehrersiedlung zu erhalten und mehrgeschossigen Spekulationsobjekten den Riegel vorzuschieben", heißt es aus dem Favoritner Amtshaus.
Streit in der Siedlung?
Dem Anschein nach besteht also ein Streit innerhalb der Siedlung. Der Siedlungsverband forderte die Umwidmung, ein anderer Teil der Eigentümerinnen und Eigentümer fühlt sich umgangen. Die Bezirksvorstehung stellt sich auf die Seite des Verbands.
- Mit einer neuen Flächenwidmung will die Stadt Wien die Heimkehrersiedlung vor der Verbauung bewahren. Im Gebiet: eine ehemalige und nun leerstehende Militärfunkanlage.
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Man stellt klar: Die Annahme, die Grundstücke verlieren an Wert, ist falsch. Solange die Grundstücke als Eigenheim genützt werden, bleibe der Wohnwert gleich. Vielmehr sichert die Umwidmung den Wert der Grundstücke ab.
Familien gegen Spekulanten?
Der Grünraum bleibt bestehen, der Siedlungscharakter ebenso. Vor dem eigenen Haus wird kein mehrstöckiges Gebäude errichtet, Aussicht und Sonne sind somit geschützt. Die Bezirksvorstehung ist sich sicher: Die Umwidmung sei zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner.
Nicht mehr interessant sind die Grundstücke hingegen als Spekulationsobjekte. Große Bauten, die teuer verkauft werden können, sind nicht mehr möglich, die Siedlung ist geschützt.
Die positive gegenüberstehende Meinung teilte die Bezirksvertretung mehrheitlich in einer Stellungnahme zur Flächenwidmung. Laut dieser hat die bisherige Widmung eine chaotische Verbauung ermöglicht – ohne Rücksicht auf die bestehende Siedlung. Das ist nun verhindert.
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