Neuer [AR]TWALK Release: Böhmischer Prater
Ein immersiver Hörspaziergang durch Geschichte, Kunst und Augmented Reality

Foto: Jana Mack
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Mit dem [AR]TWALK Böhmischer Prater wird ein weiterer Ort zum interaktiven Kunstraum: Ein neuer Hörspaziergang macht den Böhmischer Prater am Laaer Berg in Favoriten mit einer Mischung aus Journalismus, Kunst und Augmented Reality erlebbar. Der Böhmische Prater, entstanden im 19. Jahrhundert als Erholungsort für Ziegelarbeiter aus Böhmen und Mähren, ist der Schauplatz eines neuen AR-Walks. Soundinstallationen im Wald, virtuelle Kunstwerke zwischen Bäumen und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum: Die Route führt vom LOT in der Brotfabrik durch das Gelände des Böhmischen Praters und seine umliegende Natur im Laaer Wald. Historische Fahrgeschäfte, versteckte Winkel und charakteristische Orte des Areals werden dabei Teil eines vielschichtigen Erlebnisparcours.
Der [AR]TWALK ist browserbasiert und funktioniert ganz ohne App. Besucher:innen benötigen lediglich ein Smartphone mit Internetverbindung sowie Kopfhörer. Der Walk kann auch nach den Führungen jederzeit kostenlos und in eigenem Tempo erkundet werden.

Zwischen Vergnügen und Ausbeutung

Thematisch widmet sich der [AR]TWALK unter anderem der Geschichte der sogenannten Ziegelböhm – jener Arbeitsmigrant:innen, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Ziegelwerken am Wienerberg arbeiteten und maßgeblich zum Ausbau der Stadt beitrugen. Bis heute fehlt ein Gedenken vor Ort – eine Leerstelle, die der [AR]TWALK füllen will. Heute ist der Böhmische Prater ein Ort zwischen Nostalgie und Gegenwart, Heimat traditionsreicher Schaustellerfamilien und ein beliebtes Ausflugsziel.

Begehbare Recherche im öffentlichen Raum

Besucher:innen folgen der versandeten Geschichte auf Schritt und Tritt. Über eigene Kopfhörer hören sie eingesprochene Texte, die sich auf poetische Weise mit den “Ziegelbehm” und ihrer Geschichte beschäftigen. Ergänzt wird das durch O-Töne und Interviews mit Schausteller:innen, Drehorgelspieler:innen, Zeitzeug:innen und Stammgästen, die ihre Perspektiven auf den Ort teilen. Performative Elemente und digitale Artefakte in Augmented Reality greifen diese Erzählungen auf und übersetzen sie in eine räumliche Erfahrung. Eindrucksvolle AR-Szenen lassen die Besucher:innen durch ein digitales Portal in eine andere Zeit eintauchen, wo vergessene Geister wieder auferstehen und Erinnerungen lebendig werden. Zuschauer:in werden dabei selbst zu Forschenden: Mit einem eigenen Journal sammeln sie unterwegs Artefakte. Dabei erleben sie besondere Stationen, wie ein Besuch im Drehorgelmuseum, eine Fahrt mit dem Riesenrad oder der Raupe, einem historischen Fahrgeschäft, das seit über neunzig Jahren seine Kreise zieht. Der Spaziergang wird so zu einer „begehbaren Recherche“, in der sich dokumentarische Inhalte, künstlerische Interpretation und Erlebnisse vor Ort überlagern. Ein einzigartiges Erlebnis zwischen poetischem Stationentheater, Gamedesign und begehbarem Podcast.

Noch mehr [AR]TWALKs durch Favoriten

Wiens zehnten Bezirk kann man auch an anderer Stelle erkunden: Der [AR]TWALK Favoriten, der Vorurteile und die Lebensrealität von Jugendlichen in Favoriten behandelt, kann bereits individuell begangen werden. Startpunkt ist der Eissalon Tichy am Reumannplatz: Rechts neben dem Eingang befindet sich die [AR]TWALK-Box an der Hauswand. Über einen QR-Code gelangen Besucher:innen zur browserbasierten Anwendung und können den Walk unmittelbar am eigenen Smartphone starten. Im Herbst folgt ein weiterer [AR]TWALK durch die ehemalige Ankerbrotfabrik, der sich mit ihrer Geschichte während der NS-Zeit auseinandersetzt. Alle drei digitalisierten ARTWALKs werden zudem beim Kulturfestival FAVORITE FALL präsentiert, das von 21. bis 27. September 2026 in Favoriten stattfindet.

Termine der geführten Walks:

Freitag, 22. Mai, 17:30 Uhr - Release mit Opening Performance
Samstag, 23. Mai, 14:00 Uhr
Sonntag, 24. Mai, 14:00 Uhr
Montag, 25. Mai, 16:00 Uhr

Ausgangspunkt ist das LOT in der Brotfabrik, von wo aus die Teilnehmer:innen gemeinsam in den Walk starten. Tickets kosten zwischen 5€ und 15€. Weitere Infos findest du hier.

Foto: Jana Mack
Foto: Jana Mack
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