Reisen
Ein verborgenes Juwel
- hochgeladen von Elisabeth Anna Waldmann
Im viel gelittenen Budapest haben auch Straßennamen ihre Geschichte, so auch die heutige "Stadtwäldchen-Allee". Ein interessantes Gebäude (unter mehreren anderen) steht hier vom Anfang des 20. Jh.-s, die reformierte (kalvinistische) Kirche, ein Bauwerk im gelungenen Mischstil von Sezession, Art Deco und osteuropäischer Folklore. Die Fliesen an der Fassade und im Kirchenraum wurden von den weltberühmten Zsolnay-Werken hergestellt.
Die Kirche hat einen Bezug zur holländischen Königsfamilie. Nach dem 1. Weltkrieg wurden viele ungarische Kinder, so auch mein damals 4-jähriger Vater, in den Niederlanden gesund gefüttert. Deshalb wurde die Allee Königin Wilhelmine-Allee genannt.
Die damalige Thronfolgerin, die spätere Königin Juliane, hat ebenfalls an die ungarischen Kinder gedacht und die zur Kirche gehörige Schule gestiftet.
Die Kirche, der Garten und die Nebenbauten sind sehenswert. Man sperrt für die interessierten Besucher:inen gern extra auf.
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