,Der Loser ist dann sicherlich der Patient‘

Amtsärztin Sigrid Gallent gibt zu bedenken, dass es sich um "sensible Daten" handelt
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  • Amtsärztin Sigrid Gallent gibt zu bedenken, dass es sich um "sensible Daten" handelt
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ELGA sorgt für Diskussionen. Die WOCHE fragte Ärzte des Bezirks nach ihrer Meinung.

FELDKIRCHEN. Große Aufregung herrscht derzeit um die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA). Datenschützer äußern ihre Bedenken, Hausärzte rufen Patienten zum Abmelden auf. Die WOCHE bat einige Ärzte des Bezirks um ihre Stellungnahme zu diesem heiß diskutierten Thema.

Positiv und negativ
Vor- und Nachteile sieht Feldkirchens Amtsärztin Sigrid Gallent in ELGA: "Obwohl die Elektronische Gesundheitsakte eine gute Vernetzung bietet, sind die darauf gespeicherten Daten sehr sensible." Sie macht sich diesbezüglich viele Gedanken rund ums Thema "Datenschutz".
Dass durch ELGA mehr Arbeit anfällt – davon ist Gallent überzeugt und meint: "So bleibt der Patient auf der Strecke."
Albrecht Wolfgang, Gynäkologe in Feldkirchen, befürchtet, dass ELGA nicht überschaubar sein wird. "Durch die Fülle an Daten wird die elektronische Akte eines jeden Patienten riesig groß und unübersichtlich."
Hinsichtlich des Datenschutzes glaubt er, dass Versicherungen und potenzielle Arbeitgeber die Informationen missbräuchlich verwenden könnten. "Die Loser sind dann die Patienten", so der Arzt, der auch vom "gläsernen Patienten" spricht.

Wenig informiert
Im Lauf der Befragung stellte sich heraus, dass einige Ärzte derzeit nur wenig über ELGA wissen. "Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt", sagt beispielsweise auch Zahnarzt Claus Grohmann.

ZUR SACHE: ELGA
ELGA steht für Elektronische
Gesundheitsakte.
Sie ist ein Informationssystem, das allen Gesundheitsdienste-Anbietern, Spitälern, niedergelassenen Ärzten, Apotheken oder Pflegeeinrichtungen – aber auch Patienten – den orts- und zeitunabhängigen Zugang zu Gesundheitsdaten ermöglicht.
Die Patienten sind nicht verpflichtet an ELGA teilzunehmen und können sich davon abmelden (Opting-out-Regelung).

Amtsärztin Sigrid Gallent gibt zu bedenken, dass es sich um "sensible Daten" handelt
Befunde, aber auch Medikamente sollen künftig auf ELGA gespeichert werden
Autor:

Tanja Orasch aus St. Veit

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