Auszeichnung: Landwirtschaft
Sindy ist die schönste Pinzgauer-Kuh im Stall

Die Landwirte Horst und Melanie Schnitzer züchten Pinzgauer. Rund 80 Rinder leben derzeit auf ihrem Hof
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Landwirte Horst & Melanie Schnitzer holen sich mit Sindy bei der Bundes-Fleischrinderschau den Sieg.

PICHLERN (fri). Mit dem Herbst kommt auf den Hof der Familie Schnitzer in Pichlern wieder mehr Leben. Grund: Die Rinder kommen von ihrer Sommerfrische auf der Alm zurück. Und bei den Schnitzers sind das nicht einfach nur Rinder, vielmehr handelt es sich dabei um die inzwischen selten gewordenen Pinzgauer.

Ein Rind – mehrere Nutzen

"Wir hatten eigentlich immer schon Pinzgauer bei uns am Hof", denkt Horst Schnitzer zurück. "Die ersten Aufzeichnungen stammen aus einem Zuchtbuch von 1898. Damals war das Pinzgauer noch eine Dreinutzungsrind. Es lieferte Milch sowie Fleisch und leistete Spanndienste zum Pflügen und Ziehen von Wagen."
Das habe sich zwar im Laufe des 20. Jahrhunderts mit Aufkommen der Maschinen und Geräte verändert, aber die Vorzüge der Rasse wären nach wie vor vorhanden. "Die Tiere kamen vor allem in Kärnten im Mittel- und Oberkärntner Raum vor und zeichneten sich durch ihre Robustheit und Fitness aus", schildert der Landwirt. "Doch leider geriet die Rasse aufgrund von Spezialisierungen immer weiter ins Abseits. Heute zählen die Pinzgauer zu den gefährdeten Rassen. Wir liegen derzeit bei einem Anteil von 2 Prozent in ganz Österreich und das, obwohl der Mutterkuhanteil in den letzten Jahren verdreifacht wurde."

Erhaltung & Verbreitung

Mit seinen rund 80 Stück Pinzgauern trägt Horst Schnitzer als Züchter maßgeblich zur Erhaltung und Weiterverbreitung bei. "Wir registrieren, dass die Nachfrage steigt und die Vorzüge der Rinder wieder erkannt werden. Einige Tiere aus unserer Zucht leben bereits in Tschechien oder der Schweiz und auch in Österreich steigt das Interesse." Das liegt, so ist der Landwirt überzeugt, an der Mündigkeit der Konsumenten.
"Das Fleisch zeichnet sich durch seine zarte Marmorierung und den guten Geschmack aus. Und als Züchter liegt mir natürlich auch viel an einer erstklassigen Haltung. Unsere Tiere verbringen die Sommer in den Nockbergen. Den Rest des Jahres leben sie im Laufstall und haben Freigang auf die Weide."

Eine Rasse mit viel Potenzial

Bei der Bundes-Fleischrinderschau soll den Besuchern mit 16 ausgestellten Rinderrassen ein informativer Überblick über die Rinderrassen geboten werden. Der Titel „Bundessieger“ ist der höchste der österreichischen Fleischrinderzucht. Ähnlich eines Olympiasieges tragen die Fleischrinder diese Bezeichnung ihr Leben lang. Für die Züchter ist es einer der Höhepunkte ihrer Karriere, wenn eines ihrer Tiere mit diesem Titel ausgezeichnet wird.
Für den Pinzgauer-Züchter Horst Schnitzer ist der Sieg auch Bestätigung, dass sich seine jahrelange Arbeit mit der alten Rasse mehr als bezahlt gemacht hat und vielleicht künftig wieder mehr Landwirte die Vorteile der Pinzgauer zu schätzen beginnen.
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Rinderrassen bei der Bundes-Fleischrinderschau

Angus, Aubrac, Blonde d’Aquitaine, Charolais, Ennstaler Bergschecken, Fleckvieh, Galloway, Limousin, Murbodner, Original Braunvieh, Pinzgauer, Pustertaler Sprinzen, Schottisches Hochlandrind, Tiroler Grauvieh, Tux-Zillertaler, Weiß-Blaue Belgier

Autor:

Isabella Frießnegg aus Feldkirchen

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