Familiensache Wunder
Wunders "Basislager" versorgt das Obere Gurktal
- Maria Antoinette und Peter Wunder führen im Oberen Gurktal ein "Haus für alle Fälle".
- Foto: MeinBezirk
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Maria Antoinette und Peter Wunder führen in Haidenbach in der Gemeinde Gnesau ein Haus mit Mehrwert: Kaufhaus, Gasthaus & Restaurant sowie Hotel sind unter einem Dach vereint.
HAIDENBACH. Seit 50 Jahren befindet sich der Betrieb von Maria Antoinette und Peter Wunder am Standort in Haidenbach direkt neben der Turracher Bundesstraße. Karl Wunder, der Vater von Maria Antoinette, führte das Gasthaus davor in Zedlitzdorf, entschied sich dann aber für einen Umzug und legte mit seiner vorausschauenden Weitsicht den Grundstein für das "Wunder'sche Basislager", das sich zu einer wichtigen Infrastruktureinrichtung im Oberen Gurktal entwickelt hat.
Wichtiger Nahversorger
Heute beherbergt das Gebäude, das immer wieder erweitert, umgebaut und adaptiert wurde, neben einem Gasthof auch ein Hotel, das Restaurant sowie ein Kaufhaus. Klingt nach viel Arbeit. Ist es auch, das bestätigen die beiden Unternehmer. Während der Woche schupfen sie den Laden allein, am Wochenende gibt es Unterstützung von einer Köchin sowie Servicekräften und Zimmermädchen. Immerhin gibt es zehn Zimmer und Ferienwohnungen sauber zu halten, das Frühstücksbuffet vorzubereiten, von Donnerstag bis Sonntag wird von 11 bis 17 Uhr gekocht, im Gasthof tummeln sich immer Gäste und im Kaufhaus herrscht zu Stoßzeiten Hochbetrieb. Und dennoch haben die Unternehmer immer ein freundliches Lächeln im Gesicht, bemühen sich um das Wohl ihrer Gäste und Kunden, fragen nicht nach der Uhrzeit und ernten dafür nicht nur ein "Danke", sondern auch die Treue. "Meine Eltern haben den Betrieb aufgebaut, viel investiert und ständig gearbeitet. Wir waren sechs Kinder, und ich habe als Älteste immer mitgearbeitet. Die Frage nach dem, welche Beruf ich ergreifen will, stellte sich gar nicht", denkt Maria Antoinette Wunder – ohne Wehmut – zurück. "Ich mache das, was ich mache, sehr gerne. Meine Aufgabenbereiche sind im Kaufhaus und in der Küche, oder wo sonst Not an der Frau ist", fügt sie an und versorgt einen Kunden mit einer Wurstsemmel, während ihr Mann im Gasthof den Stammgästen Getränke serviert. Zwischenzeitlich stimmt sich das Ehepaar ab und bespricht die nächsten Aufgaben. "Es gibt immer was zu tun, das trifft bei uns wahrhaftig zu", sind sie sich einig.
Kurz mal weg
Und mit einem Augenzwinkern verraten sie dann auch, dass sie sehr wohl ihre Auszeiten benötigen und auch nehmen. "Zumindest zweimal im Jahr sind wir kurz mal weg. Dann wird der Bus mit den Fahrrädern beladen und es geht ab in den Süden. Unsere Gäste und Kunden wissen, wenn der Bus weg ist, dann ist definitiv alles geschlossen", lacht Peter Wunder und kocht den nächsten Kaffee. "Das Schönste ist die Mischung aus Hotel- und heimischen Gästen. Wir sehen uns als Oase im Oberen Gurktal."
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