Heimischer Fisch wird immer stärker nachgefragt. Als besondere Delikatesse gelten die Karpfen.
STRUSSNIG TEICH (fri). Wenn sich morgens Nebel über die Wasserflächen legt, dann ist es Zeit die Karpfen aus dem Teich zu holen.Seit zehn Jahren bewirtschaftet Fischzüchter Markus Payr den rund 30 Hektar großen Strussnig Teich, der sich im Besitz der Familie Dreßler befindet. "Wir nutzen das Gewässer für unsere Karpfenzucht", erklärt Payr. Teichwirtschaft würde es hier, so weiß der Fischzüchter, seit über 250 Jahren geben. Einmal im Jahr wird zur großen Abfischung am Himmelsteich – das ist ein Gewässer, das nur aus Regen- und Grundwasser gespeist wird – gerufen.
Besatz & Zucht
Dann sind nicht nur die Besitzer und der Fischzüchter, sondern auch viele Helfer gefordert, denn es muss schnell gehen. "Wenn das Wasser abgelaufen ist, holen wir die Fische heraus und sortieren sie je nach Art und Größe", so Payr.Ein Großteil der Fische – Karpfen, Hechte, Zander, Barsche, ... – wird von Züchtern oder Mitgliedern von Fischereivereinen für den Besatz an Ort und Stelle abgeholt und findet in anderen Gewässern eine neue Heimat. Ein Teil der Karpfen, die als Biokarpfen groß geworden sind, kommt in die Fischzucht nach Sirnitz. "Dort werden die Friedfische in reinem Quellwasser ausgewässert, ehe sie später als Weihnachtskarpfen verkauft werden", erklärt der Fischzüchter. In den letzten Jahren habe der Karpfen seinen zu Unrecht erworbenen Ruf als zweitklassiger Speisefisch nach und nach verloren.