08.11.2017, 13:10 Uhr

Der Marathon-Mann aus Feldkirchen

Balakowski mit einer Dokumentation seines längsten Laufes über 150 km (Foto: kope)

Der Feldkirchner Regionalmanager einer Versicherung, Edwin Balakowski, ist in seinem Leben bereits 44.000 km im Wettkampf und Training gelaufen.

FELDKIRCHEN. Den 54-jährigen Feldkirchner Edwin Balakowksi kann man mit einer bekannten Batterie vergleichen, er läuft und läuft und läuft …! Seit 1995 hat er bereits 25 Marathonläufe, 17 Ultraläufe, drei Ironman sowie zwei Doppel-Ironman absolviert. „Begonnen hat die Liebe zum Laufen aus einer Bierwette heraus, zu der mich ein Freund animiert hat. 1994 habe ich gewettet, dass ich 1995 den Marathon in München laufe. Und ich habe ihn gefinisht mit einer Zeit von drei Stunden und 41 Minuten. Allerdings konnte ich danach eine Woche nicht mehr richtig gehen und Treppen steigen“, erinnert sich der zweifache Familienvater. Der zweite Marathon folgte im Herbst 1995 in Berlin mit einer Zeit von drei Stunden 33 Minuten.

Der Werdegang

Zur Welt gekommen ist der Hobbysportler vor 54 Jahren im bayrischen Augsburg. Nach der Schulzeit kam er beruflich nach Mannheim, wo er auch seine Frau Renate kennen und lieben lernte. Als Führungskraft einer bekannten Mode-Handelskette kam Balakowski über Wien, Holland und Belgien 1997 nach Klagenfurt und Feldkirchen, wo er sich endgültig angekommen fühlte. „Hier bleibe ich, Feldkirchen ist meine Heimat geworden. Hier steht seit geraumer Zeit auch die Urne meines verstorbenen Vaters“, erzählt Balakowski.


Die schönsten Läufe

Für den Normalverbraucher ist ein Marathon mit 42,195 km noch verständlich, doch was bewegt einen Hobbysportler dazu einen Ironman mit 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen zu absolvieren. Gar nicht zu reden vom Doppel-Ironman, den Balakowski zweimal schaffte. Über 30 Stunden brauchte er für einen. „Es zählt dabei die Liebe, Leidenschaft und der Wille am Laufen. Wichtig ist mir dabei das innere Gefühl“, so Balakowski. Fragt man den Feldkirchner nach seinen schönsten Läufen, dann kommt spontan „das war der Pitztal-Marathon im Jahr 2013 nach einer überstandenen schweren Lungenembolie. Schön war für mich auch der Wüstenlauf in Marokko 2015.“ Bei den meisten Läufen ist Ehefrau Renate dabei, die an der Strecke für die seelische Unterstützung sorgt.


Eine Erdumrundung

Edwin Balakowski hat in all den Jahren seine Trainings- und Wettkampfläufe genauestens aufgezeichnet. Derzeit steht er bei rund 44.000 km, das einer Erdumrundung gleich kommt. „Mein Trainingspensum beträgt in der Woche zwischen 40 und 50 km und vor den Wettkämpfen bis zu 80 km. Ziel von mir ist es, in drei Jahren die 50.000er Marke zu knacken“, setzt sich der Hobbysportler ein Ziel. Er wird es erreichen, denn auch in seinen Hobbys war Edi, wie ihn seine Freunde rufen, etwas anders.


Kopf wird frei

„Ich habe über 30 Jahre Unterwasserrugby gespielt, zuletzt beim Ekus-Klagenfurt. Neuerdings gehört auch der Orientierungsmarsch zu meinen Lieblingssportarten“, so Balakowski. Ob er als Regionalmanager einer bekannten Versicherung noch für die Arbeit Zeit hätte, meint er nur: „Locker, beim Laufen machen ich mir meinen Kopf für meine verantwortungsvolle Arbeit frei. Im Sport lernt man sehr gut sich Ziele zu setzen und auch zu realisieren.“

2018 wird weiter gelaufen

Nach Läufen in Österreich, Marokko, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Slowenien und Ungarn ist bereits für den 6. Jänner 2018 der nächste Lauf in Triest geplant. Hier steht der S1 Trail mit 57 km auf dem Programm.

Ärztliche Kontrolle

Am 18. März 2018 wird der Feldkirchner dann beim „Welt-Down-Syndrom-Tag Lauf“ in Fürth in Deutschland an den Start gehen. „Dieser Lauf macht mir persönlich sehr viel Freude. Da starte ich Seite an Seite mit Menschen, mit denen das Leben es nicht immer gut gemeint hat“, erzählt Balakowski. Da erhält das Laufen dann noch eine weitere Bedeutung.
Natürlich lässt er sich seinen körperlichen Zustand regelmäßig medizinisch abchecken. "Das ist wichtig, damit man selbst weiß, wo man steht", so der Läufer, für den sein fitter Körper sein Kapital ist.
Übrigens, gemeldet ist der Feldkirchner beim HSV Villach.
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