W&K-FORUM: Documentality!?
Realitäten im Theater der Gegenwart

Podiumsdiskussion mit
 Ulrike Hatzer (Regisseurin, Mozarteum), Hans-Werner Kroesinger (Regisseur)
, Kathrin Röggla (Autorin)
, Christine Umpfenbach (Regisseurin); Moderation: Christoph Lepschy (Mozarteum) Mit den

Dokumenten ist die Frage nach einer anderen, dezidiert gegenwartsbezogenen Auseinandersetzung mit der Realität ins Theater zurückgekehrt. Damit einher gehen Fragen nach unserer veränderten Wahrnehmung von Wirklichkeit, nach den theaterästhetischen Reaktionen und nach dem Verhältnis von Theater und Politik. Im Gespräch geben prominente Theatermacher*innen des Dokumentar- bzw. Recherchetheaters Einblicke in verschiedene Ansätze und Herangehensweisen und diskutieren die Potenziale dokumentarischer Theaterkonzepte. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Tagung Kathrin Röggla und die „Recherchegespenster“. Realitäten in Prosa und Theater der Gegenwart statt.

Konzeption: Uta Degner, Christa Gürtler (FB Germanistik), Christoph Lepschy (Mozarteum)

Information: Silvia.Amberger@sbg.ac.at / Tel. +43-662-8044-2377


KATHRIN RÖGGLA
Kathrin Röggla zählt zu den wichtigsten literarischen Stimmen der Gegenwartsliteratur. Die in Salzburg geborene und seit den 1990er-Jahren in Berlin lebende Autorin bewegt sich in ihrer literarischen Erforschung der Gegenwart zwischen Prosa, Essay, Theater und Hörspiel. Ihr ästhetisches Programm der „Gespensterbannung“, das sie mit Witz und Komik in den verschiedenen Medien durchspielt, reflektiert die globale Ökonomisierung unserer Lebensverhältnisse und gibt zahlreiche Impulse für die Reflexion des in Bewegung geratenen Verhältnisses von Literatur und Realität, das gegenwärtig großes künstlerisches und theoretisches Interesse erfährt. Doch welche Möglichkeiten hat die Literatur im „postfaktischen“ Zeitalter, wenn sie nicht in die Fallen eines Realismus zwischen „wirklichkeitshunger“ und „gerüchteküche“ geraten will? Welche Rolle spielt insbesondere das Theater in den sich radikal verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen? Inwiefern sind traditionelle Konzeptionen wie Fiktionalität und Modelle literarischer Autorschaft oder Genrebegriffe wie z.B. „Dokumentartheater“ heute überhaupt noch brauchbar für eine Beschreibung einer wirklichkeitsbezogenen literarischen Praxis?Kathrin Röggla, geboren 1971 in Salzburg, wo sie aufwuchs und das Studium der Germanistik und Publizistik begann, 1992 übersiedelte sie nach Berlin. Sie ist seit 1988 literarisch aktiv und veröffentlichte seit 1995 (Debüt „niemand lacht rückwärts“) zahlreiche Prosabücher, verfasste Radioarbeiten und Theaterstücke und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise. Seit 2012 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 2015 Vizepräsidentin.

ALLGEMEINES ZUM W&K-FORUM
Orte des Austauschs für Forschung, Kulturpolitik und künstlerische PraxisWas geschieht an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst? Welche unterschiedlichen Perspektiven nehmen Wissenschaftler und Künstler zu ein und demselben Thema ein? Wo stützen sich die Thesen der oftmals nur scheinbar entgegengesetzten Pole, wo widerlegen sie sich?

Salzburg blickt auf eine lange und erfolgreiche kulturelle und wissenschaftliche Tradition zurück. Der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst, eine Kooperation der Paris Lodron Universität Salzburg und der Universität Mozarteum, greift diese Tradition auf, nutzt sie als Inspirationsquelle und wirft einen Blick in die Zukunft: In den drei Programmbereichen „Kunstpolemik – Polemikkunst”, „ConTempOhr. Vermittlung zeitgenössischer Musik” sowie „Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion” werden die beiden Welten anhand aktueller Fragestellungen dargestellt, miteinander verwoben, konfrontiert und hinterfragt. Das reiche Lehrangebot von Wissenschaft und Kunst wird ergänzt durch zahlreiche Symposien, Tagungen und Workshops. W&K lädt unter der Leitung von Gerbert Schwaighofer Studierende zu einem Blick über den Tellerrand ein: Eine Absage an fachbereichsbegrenztes Denken und Forschen. Mit der Veranstaltungsreihe W&K-Forum heißt der Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst auch mehrmals im Jahr die kunstinteressierte Salzburger Öffentlichkeit willkommen.

An wechselnden Veranstaltungsorten bietet das Forum dem kontroversiellen Diskurs rund um kultur- und gesellschaftspolitische Fragestellungen eine Plattform. Eingeladen werden hierzu herausragende Persönlichkeiten unterschiedlicher Fachbereiche, anerkannte Experten/innen und charismatische Vermittler/innen, die das jeweilige Thema in einem breiten gesellschaftlichen Kontext darlegen bzw. miteinander diskutieren.

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