"Brand aus" in der Lobau
300 Einsatzkräfte kämpften gegen Flammen auf 18 Hektar
Ein großflächiger Vegetationsbrand hält seit Dienstagnachmittag zahlreiche Einsatzkräfte in Atem, wie MeinBezirk Gänserndorf schon gestern berichtete. In der Lobau im Gemeindegebiet von Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) stehen rund 300 Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich gemeinsam mit Kräften aus Wien im Großeinsatz. Das Feuer hat sich auf einer Fläche von rund 18 Hektar ausgebreitet und betrifft sowohl Niederösterreich als auch Wien.
UPDATE: Nach einer schöpfenden Nacht für die Einsatzkräfte konnte am 5. August um 10 Uhr offiziell „Brand aus“ gegeben werden. Nachkontrollen vor Ort werden weiterhin durchgeführt, zudem überprüft die Berufsfeuerwehr Wien den betroffenen Bereich mittels Drohne.
NÖ. Bereits kurz nach der Alarmierung wurde klar, dass der Brand ein Großaufgebot erfordern würde. Rund 20 Feuerwehren rückten aus, wie MeinBezirk berichtete, zusätzlich wurde der Flugdienst angefordert. Löschflugzeuge und Hubschrauber unterstützen die Brandbekämpfung aus der Luft. Dafür wurde auch Kerosin in die Gemeinde gebracht, um die Luftfahrzeuge direkt vor Ort betanken zu können.
Schwierige Bedingungen erschweren Löscharbeiten
Die Einsatzkräfte kämpfen nicht nur gegen die Flammen, sondern auch gegen die hohen Temperaturen und schwierige Rahmenbedingungen. Besonders die Löschwasserversorgung stellte die Feuerwehren vor große Herausforderungen. „Auch die große Hitze ist eine Herausforderung“, erklärte Klaus Stebal, Sprecher des Landesfeuerwehrverbands Niederösterreich gegenüber dem ORF.
Im Laufe des Nachmittags mussten laufend weitere Feuerwehren nachalarmiert werden. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem vom Flugdienst Niederösterreich mit einer mobilen Tankstelle, der Betriebsfeuerwehr der OMV sowie zwei Hubschraubern des Innenministeriums.
Großaufgebot von Feuerwehr, Rettung und Polizei
Neben den Feuerwehren standen auch das Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz. Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes Niederösterreich kümmerten sich unter anderem um die Versorgung der Feuerwehrmitglieder. Die Polizei sperrte den betroffenen Bereich großräumig ab.
- 18 Hektar in Flammen: Großeinsatz in der Lobau dauert an.
- Foto: DOKU-NÖ
- hochgeladen von Lina Chalusch
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem den in der Nähe befindlichen Gasstationen. Diese wurden laut Feuerwehr vorsorglich abgesichert, um eine zusätzliche Gefährdung auszuschließen.
Einsatz dauerte bis in die Nacht
Da sich der Brand im Grenzgebiet zwischen Wien und Niederösterreich befindet, arbeiteten Einsatzkräfte beider Bundesländer eng zusammen. Als Einsatzadresse wurde zunächst Niederösterreich angegeben.
- Entwarnung gibt es nur teilweise: Zwar wurde der Brand am Mittwochfrüh unter Kontrolle gemeldet, die Einsatzkräfte sind jedoch weiterhin mit umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt.
- Foto: Stadt Wien/Feuerwehr
- hochgeladen von Lina Chalusch
Auch am späten Abend waren die Löscharbeiten noch im Gange. Mittwochfrüh wurde gemeldet, dass der Brand unter Kontrolle ist. Der Einsatz der Feuerwehren dauert jedoch weiterhin an. Ein Hubschrauber des Innenministeriums unterstützte weiterhin aus der Luft und beobachtete die Lage. Wie lange die Sperren aufrechterhalten bleiben müssen, war zunächst ebenso unklar wie die Ursache des Brandes.
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