Hermagor
Ring frei für Runde drei

Die Stichwahl-Kandidaten: Bürgermeister Siegfried Ronacher (SPÖ, links) und Vizebürgermeister Leopold Astner (ÖVP)
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  • Die Stichwahl-Kandidaten: Bürgermeister Siegfried Ronacher (SPÖ, links) und Vizebürgermeister Leopold Astner (ÖVP)
  • Foto: Tamara Jarnig und ÖVP Hermagor
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Am Sonntag lautet das Duell um Hermagor nach 2011 und 2015 zum dritten Mal Siegfried Ronacher (SPÖ) gegen Leopold Astner (ÖVP). Wodurch unterscheiden sich die beiden Bürgermeister-Kandidaten? Die Gailtaler WOCHE fragte nach.

WOCHE: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei bei der Gemeinderatswahl?
SIEGFRIED RONACHER:
Bereits in den Wochen vor der Wahl habe ich die gute Stimmung gespürt, doch der große Zuspruch am Wahltag hat auch mich positiv überrascht. Wir haben das größte Plus aller Kandidaten gemacht.
LEOPOLD ASTNER: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben knapp drei Prozent zugelegt und mit 33,43 Prozent als ÖVP-Fraktion so viel wie noch in der Stadtgemeinde seit der Gemeindezusammenlegung 1973 erzielt. Wir sind mit drei Stadträten gleichauf mit der SPÖ im Gemeindevorstand vertreten. Bei der Bürgermeister-Wahl habe ich auch im ersten Wahlgang mehr Stimmen erhalten als vor sechs Jahren.

Wodurch unterscheiden Sie sich von Ihrem Gegenkandidaten?
RONACHER:
Erfolg hat drei Buchstaben – tun. Der größte Unterschied liegt darin, dass ich alle Themen anpacke und nichts auf die lange Bank schiebe. Die Courage zu handeln, statt abzuwarten, Chancen zu nutzen, statt sie verstreichen zu lassen, zu gestalten, statt nur zu verwalten.
ASTNER: Wir unterscheiden uns in vielen Dingen, vor allem im politischen Verständnis von Zusammenarbeit. Auch bei der täglichen Arbeit bin ich eher der Typ, der in Ruhe Projekte konzipiert, plant, mit allen Betroffenen bespricht, Entscheidungen trifft und dann erst dies in der Öffentlichkeit verkauft.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenkandidaten?
RONACHER:
Er ist ein guter Verwaltungsbeamter.
ASTNER: Er versucht für unsere Gemeinde seine Kontakte zur Landesregierung zu nutzen, so wie auch wir natürlich unsere Kontakte zu den Mitgliedern der Landesregierung und auch zu einzelnen Ministern für unsere Bürger nutzen.

Im Fall Ihrer Wiederwahl: freies Spiel der Kräfte im Gemeinderat oder Koalition?
RONACHER:
Wettbewerb der besten Ideen für unsere Gemeinde. Von welcher Fraktion Vorschläge kommen, ist mir egal, wenn sie gut sind.

Wie soll es aussehen, falls Sie zum Bürgermeister gewählt werden?
ASTNER:
Die politische Arbeit in den Gemeindegremien wird in den nächsten Jahren sehr interessant werden. Da nun nicht mehr die FPÖ, sondern Karl Tillian im Stadtrat sitzt, im Gemeinderat aber die SPÖ mit der FPÖ weiterhin eine Mehrheit hat, wird es sicher spannend. Ich glaube aber, dass es mir als Bürgermeister gelingen würde, die meisten Entscheidungen einstimmig zu fällen.

Ihnen wird ein gutes Verhältnis zur FPÖ nachgesagt. Kommt die FPÖ als Koalitionspartner in Frage?
RONACHER:
Wir werden mit allen Fraktionen zusammenarbeiten, die dazu bereit sind. An uns wird die Zusammenarbeit nicht scheitern.

Wie möchten Sie den „Vorsprung“ von 308 Stimmen aus dem ersten Wahlgang verteidigen?
RONACHER:
Ich werde mich nicht auf diesem „Vorsprung“ ausruhen, sondern mich wieder um jede einzelne Stimme bemühen. Es stimmt mich aber zuversichtlich, dass mir bereits viele Wähler, die im ersten Wahlgang Karl Tillian oder Christina Ball gewählt haben, ihr Vertrauen schenken wollen.

Wie möchten Sie diesen Rückstand aufholen?
ASTNER:
Der Rückstand relativiert sich, wenn man bedenkt, dass mehr als 2.100 Wahlberechtigte nicht Astner oder Ronacher gewählt haben. Diese gilt es nun zu überzeugen. Aber auch die eigenen Wähler aus dem ersten Wahlgang müssen wieder zur Wahl kommen.

Sollten Sie nicht Bürgermeister werden, beenden Sie dann Ihre politische Laufbahn?
RONACHER:
Mein Engagement für die Gemeinde hängt nicht von einem politischen Amt ab. Ich bin in die Politik gegangen, um unsere Gemeinde positiv zu gestalten.
ASTNER: Erstens gehe ich davon aus, dass es diesmal gelingt, am Wahltag die meisten Stimmen zu erhalten. Zweitens ergibt sich vieles aus dem Wahlergebnis.

ZUR SACHE
Gemeinderatswahl 2021

SPÖ: 43,6 Prozent (plus 4 Prozent)
ÖVP: 33,4 Prozent (plus 2,7 Prozent)
FPÖ: 10,1 Prozent (minus 4,4 Prozent)
Liste Karl Tillian: 12,9 Prozent (plus 3 Prozent)

Bürgermeister-Wahl 2021 (erster Wahlgang)
Siegfried Ronacher (SPÖ):
44,2 Prozent
Leopold Astner (ÖVP): 37,6 Prozent
Christina Ball (FPÖ): 6,7 Prozent
Karl Tillian (Liste): 11,5 Prozent

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