Tier-Schicksal
"Gebt mir eine Woche": So rettete ein beherzter Jäger zwei abtrünnigen Schäfchen das Leben

Die erfolgreichen "Einfänger" mit der weißen Schafsmutter, die monatelang mit ihrem Jungen durch die Wildnis gestreift war.
  • Die erfolgreichen "Einfänger" mit der weißen Schafsmutter, die monatelang mit ihrem Jungen durch die Wildnis gestreift war.
  • Foto: Gratzl
  • hochgeladen von Simone Göls

Man könnte sie für Ziegen halten, tatsächlich handelt es sich aber um eine spezielle Art von Schafen, die ein Bürger der Gemeinde Waldenstein noch im tiefsten Winter zu sich nach Hause holen wollte.

GEMEINDE WALDENSTEIN. Zwei von drei gelieferten Schäfchen landeten, wie geplant, im Stall des Waldensteiners. Doch eine Ausreißerin suchte das Weite. Auf Nimmerwiedersehen. Das heißt: nicht ganz.
Denn ab und zu ließ sich das weiße Schaf, das fortan als freies Tier in Wäldern um Waldenstein lebte, schon blicken und ablichten.

Fortan zu zweit

Siehe da: Plötzlich schien sich das eine flüchtige Schaf dupliziert zu haben. Offenbar war es bei seiner Flucht im Februar bereits trächtig gewesen und hatte im Wald einem Lamm das Leben geschenkt.
Der Besitzer hatte weiß Gott alles versucht, das flüchtige Tier einzufangen. Ohne Erfolg.

Gefahr im Verzug?

Ein ausgewildertes Schaf kann sich offenbar samt Nachwuchs in Waldviertler Wäldern zurechtfinden. Verkehrsregeln wird es allerdings nie lernen. Also mussten Autofahrer die eine oder andere Vollbremsung hinlegen, als das Duo überraschend aus dem Dickicht auf die Straße sprang.
"Gefahr im Verzug" ortete die Polizei und forderte den Besitzer einmal mehr auf, endlich Herr über die Schafe zu werden.

Abschuss verlangt

Als nichts mehr zu helfen schien, verlangte die Exekutive sogar, die Schafe abzuschießen. Der angesprochene Jäger Gerhard Bauer brachte das nicht über´s Herz. "Gebt mir eine Woche", bat er, "und ich werde die Schafe einfangen."
Geglaubt hatte kaum noch jemand daran. Doch Gerhard Bauer fuhr Geschütze auf, die ohne Munition funktionieren. Er stellte auf geschickte Art einen Zaun auf und platzierte verlockendes Futter.

Der Erfolg

Am 14. Juni war es zwischen Ullrichs und Kirchberg/ Walde so weit: Schaf-Mutter samt Baby gingen dem beherzten Jäger und seinen Helfern ins Netz. Mit fünfmonatiger Verspätung ist das Schaf nun im Stall seines Besitzer gelandet und hat als Überraschung auch ein Baby mitgebracht.
Mutter und Junges sind wohlauf.
Herzlichen Dank an den Jäger, dem Tierliebe mehr bedeutet als ein schneller Schuss.

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