Fasten: "Der Zeitpunkt sollte gut gewählt sein"

Mmh, Gemüsebrühe: Fastenkuren können für die Umsetzung guter Vorsätze zu gesunder Ernährung hilfreich sein.
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  • hochgeladen von Christine Schneider

BEZIRKE. Ob Gemüsebrühe, Obstsaft, Molke oder Kräutertee: Fastenkuren können ein hilfreicher Startpunkt für die Umsetzung guter Vorsätze zu gesunder Ernährung und Gewichtsreduktion sein. Fasten kann allerdings nicht nur den Körper von überflüssigem Ballast befreien, sondern sich auch positiv auf den Geist auswirken. Doch nicht immer sind die Effekte des Fastens nur positiv. Was man beim Fasten bedenken sollte, erklärt Manfred Braun, Diätologe im Klinikum Grieskirchen.

Einschränkung als Basis
"Fasten ist die bewusste Einschränkung der Nahrungszufuhr", so Braun. In der Regel beginnt eine Fastenkur mit dem sogenannten Entlastungstag. Wichtig dabei: "Die Darmreinigung am ersten Tag einwöchiger Fastenkuren sollte immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen", rät der Diätologe. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten und Ausprägungen des Fastens: "Im Rahmen des Intervallfastens unterscheidet man beispielsweise zwischen Essensphasen und Fastenphasen", erklärt Braun. "Die Essensphase dauert dabei zwischen sechs und acht Stunden, gefolgt von einer Fastenphase." Bei religiösem Fasten steht häufig der Verzicht bestimmter Lebensmittel, wie Süßigkeiten, Zucker, Alkohol oder Weizenmehl, im Vordergrund. Mit dem Fasten wird der Stoffwechsel umgestellt. "Bei extremen Einschränkungen der Nahrungsmittelzufuhr mobilisiert der Körper Eiweiß- und Fettreserven – und nicht zuletzt auch Muskelmasse", betont Braun. "Um Muskelabbau während des Fastens zu vermeiden, ist es daher ratsam, mit kleinen Mengen eiweißreicher Lebensmittel, wie Buttermilch oder Joghurt, gegenzusteuern."

Fasten für Körper und Geist
Wichtig ist, dass nicht nur der Körper, sondern auch der Geist am Fasten teilhat. Auch der Zeitpunkt sollte gut gewählt sein: "Fühlt man sich bereits im Vorfeld des Fastens unwohl oder gestresst, sollte man vom Fasten Abstand halten", rät der Experte. "Ansonsten kann es rasch zu Nebenwirkungen, wie etwa Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen, kommen." Kinder, Schwangere, Krebspatienten während der Chemotherapie sowie ältere Personen sollten vom Fasten absehen. Rheumapatienten können hingegen aufgrund der Linderung von Entzündungswerten vom Fasten profitieren. Letztlich kann das Fasten auch den Anlass für ein Umdenken und den Einstieg in eine gesündere Ernährung bieten.

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