Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer: "Sind ein großes Team geworden"

Christoph Schweitzer im BezirksRundschau-Interview.
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Ein Jahr sind die beiden Bezirkshauptmannschaften (BH) jetzt schon zusammengelegt. Wie hat die Fusion funktioniert?
Schweitzer:
Von einer Fusion kann man nicht sprechen. Die beiden BHs sind unter einem Dach vereint, beide Behörden gibt es weiter. Heißt: Die Eferdinger bekommen auch weiterhin einen Bescheid der BH Eferding.

Gut, sagen wir: Wie hat die Umstellung funktioniert?
Wir sind ein bisschen größer geworden. Im Finanzamtsgebäude haben wir bereits das dritte Obergeschoss für unsere Sozialabteilung zugemietet. Der Grund: Wir haben keinen Platz, um alle Leute von Eferding unterzubringen. Einige arbeiten auch in der Bürgerservicestelle und Kinder- und Jugendhilfe vor Ort.

Wie war die Umstellung für die Mitarbeiter?
Wir sind vor ziemlich genau einem Jahr übersiedelt. Mittlerweile sind wir wieder ein großes Team. Es hat Zeit gebraucht, bis jeder seine Aufgaben gefunden hat. Die Gesamtorganisation hat sich verändert.

Auch ressortbezogen?
Die meisten Mitarbeiter sind dort geblieben, wo sie früher waren. Da wir jetzt mit dem Bereich "Soziales" eine weitere Abteilung haben, hat es auch Aufgabenveränderungen gegeben. Zudem müssen wir in den nächsten vier Jahren 20 Dienstposten abbauen. Das geschieht durch Pension oder Altersteilzeit. Etwa 13 haben wir so schon abbauen können.

Wie geht es den Eferdinger Mitarbeitern?
Die haben sich, glaube ich, gut arrangiert. Bei Leuten mit Mobilitätsproblem haben wir versucht, sie weiterhin in Eferding zu beschäftigen. Viele sagen, sie fühlen sich wohl in der neuen Verwaltungsstruktur. Eine größere Gruppe hat auch den Vorteil der Aufgabenverteilung – in erster Linie Spezifizierung.

Wie läuft es in der Bürgerservicestelle in Eferding?
Die Bürgerservicestelle wird es aus meiner Sicht immer in Eferding geben. Dinge wie Reisepass oder Führerschein werden wir stets vor Ort anbieten. Nicht alle Kunden sind mobil: Eine Fahrt von Haibach nach Grieskirchen mit öffentlichen Verkehrsmitteln – das ist eine Weltreise.

Was steht für die BHs in Zukunft an?
Digitalanwendungen für Kunden werden stärker kommen. Das hat aber auch Grenzen: Nicht alle älteren Kunden sind internetaffin. Das ist aber Thema für alle BHs in OÖ.

Wird digitaler Service den persönlichen ablösen?
Kommt darauf an, ob physischer Kontakt notwendig ist. Am Telefon und auf der Homepage kann man bereits vieles erfragen beziehungsweise vieles finden. Ich bin schon ein Fan von persönlichem Kontakt, weil man so ganz anders betreuen kann. Wenn man einen Reisepass mit Fingerprint braucht, muss man eh persönlich kommen.

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