"Depperter" Kometor in Peuerbach bleibt Streitfrage

Die einen lieben, die anderen hassen ihn: der Kometor in Peuerbach.
  • Die einen lieben, die anderen hassen ihn: der Kometor in Peuerbach.
  • Foto: Stadtgemeinde Peuerbach
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

PEUERBACH (jmi). Wer im Jänner auf Puls4 einschaltet, wird den Kometor in Peuerbach entdecken. Dem widmet sich die Comedy-Infotainment-Show "Bist Du deppert! Steuerverschwendung und andere Frechheiten". Auf geteilte Meinung stoßt das Objekt auch in der Gemeinde. Für die einen bereichert es die Region, für die anderen ist es unnütziger Geldfresser. "Der Kometor ist ein polarisierendes Projekt – das ist Kunst immer. Wenn man in Kunst investiert, kann man keine wirtschaftliche Rechnung machen. Das ist beim Kometor der Fall, genauso wie im Welios in Wels und im Ars Electronica. Wenn man nur wirtschaftlich denk, dürfte man gar keine Kunst mehr machen", erklärt Peuerbachs Bürgermeister Wolfgang Oberlehner.

Der Kometor wurde 2010 im Rahmen der Landesausstellung "Renaissance und Reformation" gebaut. Die Errichtung erfolgte zu hundert Prozent aus öffentlichen Mitteln: Von den rund 1,8 Millionen Euro wurde 50.000 Euro aus Gemeindemitteln (zwölf Hausruck-Nord-Gemeinden) finanziert, der Rest vom Land OÖ. "Die Errichtung des Kometor war im Rahmen des Budget zur Landesausstellung drin. Auch der damalige Landesrat Stockinger initiierte, dass in der Region nördlich des Bezirks ein Objekt besteht, dass Besucher anzieht", so Oberlehner. Seit 2015 ist die Einrichtung geschlossen, aber bei Voranmeldung für Gruppen und Veranstaltungen – darunter Pressekonferenz zum Silvesterlauf, Seminare und Hochzeiten – geöffnet. Durch diesen eingeschränkten Betrieb erspart sich die Gemeinde laut Landesrechnungshofbericht jährlich rund 15.000 Euro.

Dass Puls4 dem Objekt eine Folge widmet, hält Oberlehner für überflüssig: "Es gibt immer wieder Sendungen wie 'Pfusch am Bau' uns solches, wo die Sensationsgier im Vordergrund steht. Es geht eigentlich immer nur darum, negative Stimmung zu machen. Man sieht nicht die Sachen, die gut funktionieren wie die gute Wasserversorgung oder Straßenbeleuchtung am letzten Stand. Vieles wird nur auf den Kometor reduziert."

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