26.10.2017, 19:00 Uhr

Optimale Versorgung nach Ordinationsschluss

An Wochenenden, Feiertagen und in der Nacht sollte man sich die Nummer 141 für schnelle Hilfe merken. (Foto: Africa Studio/Fotolia)
BEZIRK. Ob am Wochenende, an Feiertagen oder in der Nacht: Was tun, wenn außerhalb der üblichen Ordinationszeiten die Hilfe eines Arztes benötigt wird? Der Hausärztliche Notdienst schafft Abhilfe. Wofür dieser da ist, weiß Martin Schiffkorn, Arzt für Allgemeinmedizin in St. Agatha.

Effektivere Versorgung
"Benötigen Patienten in akuten Fällen außerhalb der Ordinationszeiten einen Arzt, so steht der Hausärztliche Notdienst zur Verfügung", erklärt Schiffkorn. "Um die ländliche Gesundheitsversorgung trotz der abnehmenden Ärztezahlen weiterhin gewährleisten und sicherstellen zu können, wurde der Bereitschaftsdienst der Hausärzte neu strukturiert." Mit dem Hausärztlichen Notdienst, kurz HÄND, soll in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer, der Gebietskrankenkasse und dem Roten Kreuz eine 24-Stunden-Betreuung sieben Tage pro Woche möglich gemacht werden.

Akuten Fällen vorbehalten
Wann kommt der Hausärztliche Notdienst zum Einsatz? "Tritt ein akutes, allerdings nicht lebensbedrohliches gesundheitliches Problem auf, das schnelle Behandlung erfordert, bietet der Hausärztliche Dienst Hilfe", verrät der Allgemeinmediziner. "Dazu zählen beispielsweise plötzliches Auftreten von hohem Fieber, starke Halsschmerzen oder rapide Veränderungen der Gesundheit." Handelt es sich hingegen um keinen Notfall und kann die medizinische Behandlung auf den nächsten Tag warten, sollte diese im Rahmen der üblichen Ordinationszeiten des Arztes erfolgen.

Notruf 141
Durchgeführt wird der Hausärztliche Notdienst täglich außerhalb der Ordinationszeiten von 19 bis 7 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 7 bis 7 Uhr. "Unter der Telefonnummer 141 erhalten Patienten rasch medizinische Hilfe", erklärt Schiffkorn. Dabei erfährt man zunächst, welcher Arzt Bereitschaftsdienst hat. "Besonders wichtig ist dabei das telefonische Beratungsgespräch mit dem Patienten", betont der Mediziner. Denn vieles kann bereits im Rahmen dieses Gespräches abgeklärt werden. Je nach Bedarf wird das Beratungsgespräch durch eine Untersuchung in der Ordination des diensthabenden Arztes oder einen Hausbesuch gemeinsam mit dem Roten Kreuz ergänzt. Bei lebensgefährlichen Notfällen steht hingegen der Notarzt unter der Nummer 144 zur Verfügung.
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