120 Jahre
Feuerwehr Rohr feierte Jubiläum mit drei anderen Rohrs
- Rohrs Feuerwehrkommandant Gerd Taucher (3.v.l.) und seine Stellvertreterin Daniela Fenzal-Erkinger begrüßten Abordnungen aus Rohr an der Raab, Rohr im Gebirge und Rohr im Kremstal.
- Foto: Martin Wurglits
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Ihrer Gründung im Jahr 1906 gedachte die Feuerwehr Rohr mit einem Festakt und einem Dämmerschoppen.
ROHR. Es kommt nicht alle Tage vor, dass vier Feuerwehren aus vier gleichnamigen Orten aufeinandertreffen. Aber zum 120-jährigen Bestehen der Feuerwehr Rohr im Burgenland kamen auch Kameraden aus Rohr an der Raab (Steiermark), Rohr im Gebirge (Niederösterreich) und Rohr im Kremstal (Oberösterreich), um zu gratulieren.
Feuer, Wasser, Schneebruch
Kommandant Gerd Taucher begrüßte beim Festakt die Jubiläumsgäste, seine Stellvertreterin Daniela Fenzal-Erkinger gab einen historischen Abriss über die 120-jährige Geschichte der Wehr mit ihren 14 Kommandanten. Die massiven Überschwemmungen 1982 und 2009 forderten dabei die Helfer ebenso wie heuer ein Großbrand und die Schneebruch-Katastrophe mit ihren langen Stromausfällen.
- Eine Festschrift dokumentiert die 120-jährige Geschichte der Feuerwehr Rohr.
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Als erster Kommandant steht anno 1906 Andreas Siener in der Feuerwehrchronik vermerkt. 1928 wurde das erste Rüsthaus eröffnet, 1944 die erste Motorspritze in Betrieb genommen. 1970 wurde die Alarmierung mit Horn und Glocke durch eine moderne Sirene abgelöst. 1985 wurde die Feuerwehrjugend gegründet, ein Jahr darauf die Partnerschaft mit den Wehren aus der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich besiegelt. Besonders stolz sind die Kameraden auf ihr neues Feuerwehrhaus, das 1996 nach Absolvierung von rund 6.500 Arbeitsstunden Freiwilliger eröffnet wurde.
Dank und Anerkennung
In seiner Ansprache dankte Bürgermeister Gernot Kremsner den Feuerwehrleuten. "Das Geld für die Feuerwehr, um Hab und Gut zu schützen, wird immer da sein", versicherte er. "Der Dienst der Feuerwehr ist unbezahlt, aber unbezahlbar", hielt Vizebürgermeister Kevin Friedl fest. Bundesrat Mario Trinkl (SPÖ) bezeichnete die Feuerwehr als "Schule des Lebens". 120 Jahre "Mut, Verantwortungsbewusstsein und Zusammenhalt" hob LAbg. Bernd Strobl (ÖVP) hervor. LAbg. Thomas Grandits (FPÖ) betonte, dass durch die Feuerwehr das Dorfleben lebendig bleibe.
- Ehrengäste: LAbg. Thomas Grandits, LAbg. Bernd Strobl, Bundesrat Mario Trinkl, Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf (von links).
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Zu den Festgästen zählten auch NR-Abg. Michael Gmeindl, Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf, Bezirkskommandant Thomas Jandrasits, Abschnittskommandant Klaus Sabara und Bezirkshauptfrau Nicole Wild. Pfarrer Zdravko Gasparic hielt die Festmesse, der Musikverein Olbendorf spielte zum Dämmerschoppen auf. Dabei sorgte Landesfeuerwehrkommandant Kropf für eine musikalische Überraschung. 24 Jahre, nachdem er zuletzt in einer Formation mitgespielt hatte, ließ er sich dazu überrede, die Basstuba in die Hand zu nehmen und die Musikanten ein Stück lang zu begleiten.
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