Jubiläumsfest
Menschenkette rund um die "Jahrhundertschule" Bocksdorf
- Schulkinder, Lehrerinnen, Eltern und Festgäste "umarmten" die Volksschule, die heuer vor 100 Jahren errichtet wurde.
- Foto: Martin Wurglits
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100 Jahre Volksschule: Ein Festakt und eine Menschenkette rund um das Schulgebäude markierten das Jubiläum.
BOCKSDORF. Wo zuvor eine kleine Holzkeusche stand, wurde 1926 ein Volksschulgebäude gebaut. Wo in den 1920er Jahren rund 200 Kinder zur Schule gingen, werden heute 40 Buben und Mädchen unterrichtet. Seit 1971 ist Bocksdorf auch die Schule für die Kinder aus Heugraben und Rohr.
Ein Zentrum für das Dorf
Das von Direktor-Stellvertreterin Gabriele Zwitkovits orchestrierte Jubiläumsfest "100 Jahre Volksschule" im Veranstaltungszentrum machte deutlich, wie vieles sich in diesem Jahrhundert verändert hat. "Eine Volksschule ist nicht nur Bildungszentrum für ein Dorf, sondern auch Kultur- und Kommunikationszentrum", unterstrich Bürgermeister Franz Pelzmann. "Die Volksschule soll Kinder fit für die Zukunft machen", betonte Schulregionalmanagerin Martina Bugnits.
- Musik- und Tanzdarbietungen führten ins Früher und ins Jetzt.
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Der Wandel kam auch in den Darbietungen der Kinder zum Ausdruck: ein traditioneller Volkstanz, dem ein moderner Volksrock-Dance folgte; ein eigens komponiertes Jubiläumslied, das gewohnte Melodien mit frechen Texten versah.
"Wie hat Ihre Schultasche ausgeschaut?"
Von früher berichteten ehemalige Absolventen der Schule. Die Ärztin Barbara Pelzmann vom Verein "Geben für Leben", Elisabeth Potzmann vom Österreichischen Krankenpflegeverband, Nachmittagsbetreuerin Melanie Fritz und Bürgermeister Pelzmann stellten sich bohrenden Fragen der Kinder: "Gab es zu Ihrer Zeit schon Hausübungen und Schularbeiten?" - "Wie hat Ihre Schultasche ausgeschaut?" - "Wie sind Sie in der Früh in die Schule gekommen?" Elisabeth Potzmann erinnerte sich an das Highlight Religionsunterricht, Franz Pelzmann ans Strafeschreiben, weil er schlimm war, und ans Fischefangen im Strembach auf dem langen Heimweg.
Abschließend marschierten Kinder, Lehrerinnen und Eltern im Gänsemarsch zum rund 100 Meter entfernten Schulgebäude, um es zu "umarmen". Zur Menschenkette rund ums Haus formierten sich weit über 100 Personen.
- Franz Pieber vom Brauchtums- und Kulturverein referierte über die Geschichte der Schule.
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Das derzeitige Schulgebäude wurde zwar 1926 eröffnet, eine Volksschule gibt es aber im Dorf schon viel länger. "In einer bischöflichen Visitation aus 1698, also lange vor Einführung der Schulpflicht durch Maria Theresia, ist von einer Schule in Bocksdorf die Rede", wusste Franz Pieber vom Brauchtums- und Kulturverein zu berichten. Die Oberstufe der Volksschule wurde 1962 aufgelöst, die Nachmittagsbetreuung 2019 eingeführt.
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