Bund informierte nicht über Fall
Fünf Tage lang herrschte Corona-Geheimniskrämerei

Vom Gesundheitsministerium wurden über die Quarantäne weder die Bezirkshauptmannschaft Güssing noch die Gemeinde Ollersdorf noch die Landesregierung verständigt.
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Fünf Tage lang blieb der Fall eines positiv auf Corona getesteten Mannes aus Ollersdorf letzte Woche den regionalen Behörden verborgen. Von der durch die zuständige Wiener Magistratsabteilung 15 verhängten Quarantäne in Ollersdorf wurden weder die Bezirkshauptmannschaft Güssing noch die Gemeinde noch die Landesregierung verständigt.

Test in Wien

Der Mann zeigte nach der Rückkehr von einem Skiurlaub in Tirol erste Symptome. In Wien wurde er am 12. März positiv auf das Virus getestet, für die häusliche Quarantäne ordnete die Stadt Wien den Wohnsitz des Mannes in Ollersdorf an.

Fünf Tage später

"Erst am 17. März wurden wir durch Rückmeldungen aus der Bevölkerung auf den Fall aufmerksam", berichtet Bgm. Bernd Strobl. Eine Anfrage an die BH Güssing bestätigte, dass auch diese als zuständige Bezirks-Gesundheitsbehörde keine Kenntnis von dem Fall hatte, ebensowenig der Corona-Koordinationsstab der Landesregierung.

Kein Zugang zum Meldesystem

"Die Meldung über die Erkrankung wurde in das elektronische Meldesystem im Gesundheitsministerium eingetragen. Dem Koordinationsstab des Landes stehen die Daten aus dem Meldesystem aber nicht unmittelbar zur Verfügung", erläutert Stabssprecherin Kathrin Miehl.

Warum vom Gesundheitsministerium keine Verständigung an die burgenländischen Behörden erfolgte, ist offen. Auf mehrfache Anfragen des Bezirksblatts traf bisher keine Antwort des Ministeriums ein.

Krankheit verläuft milde

Beim Patienten selbst verläuft die Krankheit milde. Sein Gesundheitszustand sei stabil, in Ollersdorf sei er mit keinen Personen in Kontakt getreten, teilte das Land mit. Versorgt werde er durch ein Familienmitglied.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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