Öffis
Drei Varianten für Anschluss Neu-Rum

Die neue Tram: Lange Wartezeiten, schlechte Anbindung

Linie "O": Nach einem Gespräch zwischen Land, Innsbruck und Rum stehen drei Varianten offen.

RUM. Beschwerden, Beschwerden, Beschwerden: Obwohl schon mehr als drei Wochen vergangen sind, reißt die Kritik an der neuen Tramlinie nicht ab. Seit dem die "Linie O" – für die Marktgemeinde Rum unerwartet schnell – eingestellt worden war, bemühen sich das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und Rum, eine gemeinsame Übergangslösung für die Bevölkerung in Neu-Rum zu finden. Dabei blutet die neue Tram gleichzeitig aus mehreren Wunden.

Unzufriedene Fahrgäste
Die "Linie O" verband bisher Neu-Rum mit der Stadt in einem guten Fahrplantakt: Die neue Linie 2 und 5 brachten für die Bevölkerung in diesem Gebiet nur Nachteile. Längere Fußwege, eine langsamere Taktung und eine schlechtere Anbindung im Allgemeinen. ÖffifahrerInnen müssen eine Stunde einplanen, um von der Schützenstraße in die Stadt zu kommen. Einige fahren mit dem Fahrrad zur Endhaltestelle und warten manchmal eine halbe Stunde lang auf der Haltestelleninsel. Andere müssen ein Taxi nehmen, um rechtzeitig in die Arbeit zu kommen. Aber nicht nur für die Neu-Rumer ist die aktuelle Anbindung ein Problem, ist sich GR Sabine Hölbling (SPÖ) sicher: "Auch zahlreiche InnsbruckerInnen sind nach Neu-Rum gekommen, weil wir viel Einkaufsmöglichkeiten haben. Es ist ein regionales Problem."

Stichtag: 19. März

Amtsleiter Klaus Kandler erklärt, dass bis zum 19. März – an diesem Tag gibt es eine Infoveranstaltung im Mehrzwecksaal der Volksschule zur Regionalbahn in Neu-Rum – eine spruchreife Lösung vorliegen soll. VertreterInnen der Marktgemeinde, der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol kamen vergangene Woche zusammen, um gemeinsam Vorschläge zur Verbesserung der Anbindung zu eruieren. Dabei wurden drei Varianten aufgestellt: Die Verstärkung der Linie T (statt dem 30-Minuten-Takt ein 15-Minuten-Takt), die Verlängerung der Linie F bis Neu-Rum oder ein Schienenersatzverkehr, der die Josef-Kerschbaumer-Straße mit dem Bahnhof Rum verbinden soll. Welche Variante es wird, hängt nun davon ab, was die Innsbrucker Verkehrsbetriebe mit dem Land Tirol entscheiden. Die Marktgemeinde tritt in dieser Sache nur als Mitfinanziererin auf und kann zwar Wünsche äußern, aber keine Wahl treffen.

Finanzierungsfrage

Die wichtigste Frage ist die Finanzierung, wie Kandler weiß: "Jährlich wird der Anschluss um die 300.000 - 370.000 Euro kosten, wie viel davon die Gemeinde selbst finanzieren muss, ist noch nicht klar." Man erwartet sich eine Lösung bis zur Infoveranstaltung bis Mitte März. Auch die Umsetzung soll nach einer Entscheidung zügig erfolgen und somit der Anschluss zwischen Innsbruck und Neu-Rum wieder gewährleistet werden.
Für GR Sabine Hölbling muss diese aber vor allem eins sein: Nachhaltig, damit die Bevölkerung nicht stets neue Umstellungen ertragen muss. Insgesamt dauert diese "Übergangslösung" fast drei Jahre lang. Ende 2021 soll die Regionalbahn Richtung Rumer Bahnhof fertiggestellt werden. Drei Haltestellen werden somit auf der Serlesstraße entstehen.

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