Kritik an Sportplatzprojekt
Haller Anrainer wollen Spielstraße behalten

Die Anrainer wollen, dass die Spielstraße bleibt.
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  • Die Anrainer wollen, dass die Spielstraße bleibt.
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Die geplante Sportanlage sowie der Bau einer doppelspurigen Zufahrtsstraße samt Buslinie beunruhigen die Anrainer von Stadtteil Schönegg.

HALL. Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne – so auch bei der neu geplanten Sportanlage von Schönegg. Wie berichtet, soll ein neuer Sportplatz auf ca. 20.000 Quadratmetern im Nordosten nahe des Weißenbachs entstehen. Die alte Sportanlage ist in die Jahre gekommen, daher plante die Stadtgemeinde schon länger, etwas Neues zu errichten. Das Projekt wird in zwei Baustufen erfolgen, im ersten Teil wird der neue Sportplatz gebaut, später soll die Tennisanlage verlegt werden. Dazu ist eine zweispurige Zufahrtsstraße mit Buslinie angedacht. Inzwischen haben Anrainer erste Sorgen und Bedenken geäußert und sogar eine Bürgerinitiative gegründet. „Uns geht es neben der Größe des Sportplatzes auch um diese Spiel- und Wohnstraße, die wir für unsere Kinder behalten möchten. Wir lassen uns nicht mit dem Argument abspeisen, dass diese Erschließungsstraße schon lange geplant ist und es sie auch braucht. Außerdem befürchten wir, dass durch die Größe der neuen Anlage unsere Lebensqualität stark eingeschränkt wird", so Daniela Rettl, Mitglied der Bürgerinitiative. Die Anrainer wünschen sich, jetzt in die Planung eingebunden zu werden. Es besteht die große Sorge, dass die Anlage mit ihren zwei ganzjährig bespielbaren Kunstrasenplätzen zu überdimensioniert ist. Hinzukommt die Befürchtung, dass Lärm, Verkehr sowie die neue Flutlichtanlage die Wohnqualität massiv einschränken könnten. Diese Bedenken teilt auch Michael Klingseis von der Bürgerinitiative. „Dieses Großprojekt ist weitgehend inkompatibel mit dem bestehenden Verbund. Wir Anrainer wären durch den entstehenden Zu- und Abverkehr, der dadurch entsteht, sehr betroffen. Die neue Flutlichtanlage betrifft außerdem alle direkten Anrainer, denn ihre Schlafzimmer liegen im Norden. In Summe kann man schwärmen von einem äußerst vielfältigen Angebot, allerdings weiß ich auch, was ein Fußballplatz bedeutet. Nämlich Zuschauerinnen und Zuschauer, Lärm und Verkehr", so Michael Klingseis. Der Auffassung, die Bürger mitreden zu lassen, ist auch Vizebürgermeister Wolfang Tscherner (Für Hall), der für die Forderungen der Bürgerinitiative durchaus Verständnis zeigt. „Wir haben bei der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag eingebracht, weil ich der Ansicht bin, was immer dort passiert, man sollte hier die Bürger miteinbeziehen", so Tscherner.

Die Anrainer fordern das die Wohn- und Spielstraße für die Kinder bleiben soll.
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Sorgen unberechtigt

Die Haller Bürgermeisterin Eva Posch bittet die Anrainer um Verständnis, denn vieles sei noch in Planung bzw. in der Grundlagenarbeit. Zusammen mit Fachleuten will man erarbeiten, wie man die Sportanlage künftig neu errichten kann. „Die Befürchtungen der Anrainer sind nicht begründet. Eine Erschließungsstraße im Norden, wie befürchtet wird, ist schon lange raumordnungstechnisch eingeplant. Wir möchten die Voraussetzungen schaffen, dass wenn man in Zukunft Straßen baut, auch genügend Platz für diese Straße hat. Hauptsächlich für begleitendes Grün und Entwässerungsmulden. Das ist eine Vorausschau für die Zukunft, die ich eigentlich für ganz vernünftig halte", betont Posch. Das Flutlicht wird laut Posch die Anrainer nicht stören, denn mittels neuer LED-Technologie hat sich viel getan. Das Licht wird daher nur dort einstrahlen, wo es hingehört. „Hier sollten sich die Anrainer keine großen Sorgen machen, denn es gab bis jetzt auch nie Beschwerden über die bestehende Sportanlage, und das soll auch in Zukunft nicht anders sein. Grundsätzlich ist es so, dass ich gerne alle Anrainer informiere, sobald ich etwas in der Hand habe, das man auch diskutieren kann", so die Bürgermeisterin abschließend.

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