Dr. Hermann Lechner
Inspektor, Hofrat und Fotograf

Dr. Hermann Lehner lieferte Zeugnisse aus einer Zeit, in der wenige Fotografien erhalten blieben. Besonders vom Umbruchsjahr 1918 blieben seine Bildaufnahmen zahlreich erhalten.
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  • Dr. Hermann Lehner lieferte Zeugnisse aus einer Zeit, in der wenige Fotografien erhalten blieben. Besonders vom Umbruchsjahr 1918 blieben seine Bildaufnahmen zahlreich erhalten.
  • Foto: Stadtarchiv Hall
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

HALL. Wer im Haller Stadtarchiv unter den Bildern des Ersten Weltkrieges stöbert, stößt immer wieder auf einen Namen: Dr. Hermann Lechner. Im ersten Weltkrieg stand er als Kaiserschützenoffizier an der Front, wieder zuhause fotografierte er den Umbruch im Jahr 1918. Nicht nur das militärische Geschehen war für ihn relevant. In den späteren Jahren machte er Farbaufnahmen von Blumen und Berglandschaften, die er dann in Diaform seinen Vereinskollegen im Alpenverein oder der Stubengesellschaft vorführte. In der Zeit der Entstehung der Republik war er besonders an den militärischen Geschehnissen interessiert und fotografierte u. a. auch die Bruchlandungen der heimkehrenden Maschinen. Auf Grund der schlechten Landeverhältnisse – im Grunde waren die Bahnen unebene Wiesen – kam es auch in Hall immer wieder zu Bruchlandungen. Diese boten ein großartiges Motiv für den Fotografen: Die Maschinen steckten mit der Nase in der Erde und ragten mit dem Rumpf im Himmel.

"Hübsches Kind"

Viel weiß man über den fleißigen Fotografen nicht. Lediglich ein Nachruf in der Tiroler Tageszeitung aus dem Jahr 1975 bringt ein wenig Aufschluss über seine Person. Hermann Lechner wurde im Jahr 1897 in Jenbach geboren und wuchs in Hall in der Salvatorgasse 2 auf. Er war Chemiker und Arbeitsinspektor und hatte ein Faible für Pflanzen. An einer kuriosen Stelle erinnert sich der Verfasser des Nachrufes an Dr. Lechner so: "Er galt als ungewöhnlich hübsches Kind. Der unverehelicht Gebliebene zeigte seinen Freunden gern eine Photographie vom Haller Stadtjubiläum im Jahr 1903. In einem 'lebenden Bilde' war er das segnende Christkind, während die schönen Mädchen von Hall als Engel ihm huldigten." Im Stadtarchiv selbst werden ihm seine Verdienste hoch angesehen, die er durch seine Fotografien erreicht hat: "Herr Dr. Lechner hat durch seine Vorträge und Lichtbildervorführungen viel zum Ansehen der Stadt Hall beigetragen. Im Bildarchiv sind dutzende Aufnahmen, die Hall betreffen, zum Teil von größtem Seltenheitswert. Z. B.: Alle Aufnahmen aus den Umbruchstagen 1918." Gestorben ist er an einem Herzversagen im Jahr 1975.

Der Artikel entstand mit Unterstützung des Stadtarchives Hall. Sämtliche Bilder: © Stadtarchiv/Hall

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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