Ausgrabungen
Neue Erkenntnisse auf der Thaurer Schlossruine

Nach dem Ende der Grabung wird alles penibel dokumentiert. | Foto: Geschichtsverein Chronos
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  • Nach dem Ende der Grabung wird alles penibel dokumentiert.
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Am Thaurer Schlossbichl fördern neue Grabungen des Geschichtsvereins Chronos bislang unbekannte Mauern und einen Raum mit Ziegelboden zutage. Die Funde werfen neue Fragen zur Geschichte der Anlage auf, während bereits die Sanierung eines Teils der Ringmauer vorbereitet wird.

THAUR. Neue archäologische Funde am Schlossbichl sorgen derzeit für Aufsehen: Grabungen des Geschichtsvereins Chronos haben bislang unbekannte Mauerreste und einen Raum mit Ziegelboden freigelegt und liefern damit neue Hinweise auf die Geschichte der ehemaligen Burganlage.

Gewändesteine: Solche Steine dienten zur Einfassung von Fenstern und Türen. | Foto: Geschichtsverein Chronos
  • Gewändesteine: Solche Steine dienten zur Einfassung von Fenstern und Türen.
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Archäologen hoffen auf weitere Erkenntnisse

In den folgenden Jahren verlagerte sich der Fokus der archäologischen Untersuchungen vom Schlossbichl hinunter zum Bereich des Romediwirts und der Romedikirche. Dort konnten zunächst die Überreste einer spätrömischen Höhensiedlung freigelegt werden. Zuletzt stießen die Forscher auf die Ursprünge der Romedikirche aus dem 5. Jahrhundert. Besonders die außergewöhnliche Architektur des Sakralbaus sowie mehrere Gräber mit Grabbeigaben sorgten für großes Interesse, berichtet der Experte und Ortschronist Joe Bertsch, der die Grabungen begleitet. Der Blick richtete sich diesmal erneut auf die Ruine am Schlossbichl, wo sich in den vergangenen Wochen im Innenhof ein vielversprechendes Grabungsfeld eröffnet hat. Dabei kamen bislang unbekannte Mauerstrukturen sowie ein Raum mit Ziegelboden zum Vorschein. Für Grabungsleiterin Tamara Senfter sind die neu entdeckten Baureste zunächst noch schwer einzuordnen und müssen weiter untersucht werden. Die Vermutung: Die dicken Mauern und das stabile Tonnengewölbe dürften wohl im Obergeschoss entsprechende Räume getragen haben. War es vielleicht die einstige Burgkapelle des Hl. Maximilian? „Die Antwort bleibt offen, obwohl die Durchsicht der Inventare und prächtige Gewändesteine dies möglich erscheinen lassen", sagt Bertsch. Inzwischen laufen die Arbeiten weiter: Lehrlinge der Firma Fröschl sind derzeit damit beschäftigt, die beschädigte Ringmauer in diesem Bereich zu sanieren. Dabei handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt, bei dem sie unter Anleitung von „Steineflüsterer“ Franz Brunner traditionelle Mauertechniken erlernen können.

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Diesen Teil der Ringmauer werden die Lehrlinge der Fa. Fröschl sanieren.
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