Die alljährliche Budgetdebatte
10 Ja-Stimmen, 9 Enthaltungen – hitzige Debatte im Gemeinderat Absam
- Bgm. Manfred Schafferer und Vizebgm. Max Unterrainer halten am Budget fest.
- Foto: Gemeinde Absam
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Im Absamer Gemeinderat ist in der Dezember-Sitzung das Budget für 2026 mehrheitlich verabschiedet worden, jedoch mit nur zehn Ja-Stimmen bei neun Enthaltungen. Kritik äußerten mehrere Mandatare vor allem an nicht nachvollziehbaren Steigerungen bei den Personalkosten.
ABSAM. In der Dezembersitzung wurde im Gemeinderat das Budget 2026 beschlossen – allerdings mit knapper Mehrheit: So gab es zehn Ja-Stimmen bei neun Enthaltungen. Gemeinderat Michael Unterweger von der Fraktion „Wir Absamer" kritisierte dort die nicht erklärbaren Personalkosten und mangelnde Transparenz. Kritisch sah er auch in den vorangegangenen Jahren die geringen Ausgaben für die Gemeindestraßen, die im langjährigen Vergleich weit unter dem Schnitt des Bezirks und vergleichbarer Nachbargemeinden liegen. Ausschlaggebend für die Enthaltungen waren aber die Personalkosten, hieß es in einer Aussendung. Im Voranschlag stiegen die Personalkosten auf etwa 10,4 Millionen Euro im Jahr 2026, ein Plus von fast 5 % Prozent zum letztjährigen Voranschlag. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der Planstellen um etwa 10 Vollzeitäquivalente. „Die Personalkosten pro Vollzeitäquivalent steigen damit von rund 59.000 Euro auf etwa 66.000 Euro – ein Plus von über 11 Prozent“, rechnete Unterweger vor.
Bgm. Schafferer verwundert
Bgm. Manfred Schafferer zeigte sich über das Abstimmungsverhalten verwundert. „Ich bin mit dem vorgelegten Budget sehr zufrieden, da es auf die Bedürfnisse aller Absamer abzielt. Zur angeblichen Intransparenz und dem leichtfertigen Umgang mit Steuergeldern möchte ich festhalten, dass sich die Personalkosten gegenüber 2025 um rund 4,38% verändert haben. Die Erhöhungen über den Kollektivvertrag ergeben sich unter anderem aus erhöhten Aufwendungen für Dienstjubiläen, Nebengebühren, zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen und sonstige Dienstgeberbeiträge zur sozialen Sicherung", so Bgm. Schafferer. Was die Ausgaben der Infrastruktur betrifft, äußerte sich Vizebgm. Max Unterrainer: „Bei der Infrastruktur investieren wir nach wie vor kräftig. Es macht allerdings wenig Sinn, diese Investitionen rein auf Kennzahlenbasis mit anderen Gemeinden zu vergleichen. Auch die Feststellung der Fraktion „Wir Absamer“ man habe sich anlässlich der Budgetabstimmung lediglich enthalten und nicht dagegen gestimmt, kann man so nicht stehen lassen. Tatsache ist, dass gemäß § 45 Abs.2 der Tiroler Gemeindeordnung bei Abstimmungen eine Enthaltung als Ablehnung zu werten ist.“
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