Rum bleibt Möbelhauptstadt

Rum ist schon lange ein Handelszentrum. Jetzt wird diesem Umstand auch offiziell Rechnung getragen, das Land Tirol gesteht der Marktgemeinde zu, dass sie ein „zentralörtlicher Standort“ ist.

RUM (sf). Das derzeit geltende „Tiroler Raumordnungsprogramm für Einkaufszentren“ wurde als rechtliche Grundlage für die Flächenwidmung von Einkaufszentren im Jahr 2005 erlassen. Seither hat sich einiges verändert. So sind einige Gemeinden wie Rum und Wattens inzwischen stark gewachsen. Es schien daher notwendig und sinnvoll, Veränderungen wie diese im neuen Raumordnungsprogramm zu berücksichtigen“, kommentiert der für Raumordnung zuständige LR Christian Switak den Entwurf des „Tiroler Raumordnungsprogramms für Einkaufszentren 2011“ positiv. Bei der Flächenwidmung von Einkaufszentren werden grundsätzlich zwei Typen unterschieden. „Typ A“ betrifft den Handel mit Gütern, die sich ohne Fahrzeug transportieren lassen (z.B. Textilien, Bücher). In Einkaufszentren vom „Typ B“ hingegen werden größere Güter verkauft (z.B. Möbel, Baubedarf). Sie sind nur in „Zentralen Orten“ oder in so genannten „Zentralörtlichen Standorträumen“ – das sind Überschneidungsgebiete mit zentralen Orten, die für sich selbst die Voraussetzungen nicht erfüllen, aber durch ihre angrenzende Lage an zentrale Orte diese Kriterien erfüllen – zulässig.

Die Gemeinden Rum und Wattens weisen heute einen zentralörtlichen Rang auf und erfüllen damit die Voraussetzungen für Standorte von Einkaufszentren des Typs B.

Keine neuen Einkaufstempel im Gewerbegebiet Neurum
„Durch die Festlegung des Landes, dass wir jetzt ein zentralörtlicher Raum sind, ändert sich nicht viel“, kommentiert der Rumer Bgm. Edgar Kopp die Änderungen im Raumplanungskonzept. „Schon in den vergangenen Jahrzehnten wurden vom Land die Ansiedlungen von Handelsfirmen in Rum genehmigt. Die Gewerbezone ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, viel geht jetzt nicht mehr, weil der Platz fehlt.“ Kopp kann sich auch nicht vorstellen, dass ein zusätzliches Einkaufszentrum in Neurum entsteht: „Da hat seit Jahren keiner mehr nachgefragt.“ Veränderungen im Gewerbegebiet wird es allerdings immer geben. So übersiedelt die Möbelfirma Mömax in ein neues Gebäude, weil der jetzige Standort aus allen Nähten platzt. „Das ist schon lange geplant und hat nichts mit der Reform des Landes Tirol zu tun“, erklärt Kopp.

Autor:

Stefan Fügenschuh aus Hall-Rum

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