22.11.2017, 10:32 Uhr

Stadt Hall setzt auf Wachstum

In den nächsten Jahren werden im Ortsteil Schönegg einige größere Bauprojekte umgesetzt werden. (Foto: Stadtgemeinde Hall)

Stadtgemeinde sichert sich Grundstücke im Ortsteil Schönegg

HALL. Im Ortsteil Schönegg besitzt das Land Tirol umfangreichen Grundbesitz. Einen Teil davon hat sich jetzt die Stadt gesichert. Sie bzw. von der Stadt ausgesuchte gemeinnützige Wohnbaugesellschaften bekommen die Grundstücke zum Vorzugspreis und können dann dort Sportplätze, Schulen, Kindergärten und Wohnungen errichten. Dafür widmet man dem Land Tirol ein Grundstück neben dem gerade erst errichteten Forschungs- und Sammlungszentrum in Bauland um, wo das Land einen Zubau errichten will.

Keine Eile

In naher Zukunft wird nur ein mittleres Wohnbauprojekt neben der Reihenhaussiedlung errichtet. Wann das neue Sportzentrum und die neue Volksschule Schönegg gebaut werden, ist noch völlig offen. Zurzeit ist das Budget durch den Neubau der Mittelschule in der Schulgasse sehr belastet.
"Die Bausubstanz in der derzeitigen Schönegger Volksschule ist noch gut, das Gebäude kann noch einige Jahre genutzt werden, wir sind da unter keinerlei Zeitdruck", erklärt Bgm. Eva Posch. Eine Sanierung der alten Schule wird aber ausgeschlossen. Stattdessen will man etwas nördlich auf der grünen Wiese ein völlig neues Gebäude errichten und die alte Schule dann an einen Wohnbauträger verkaufen, der alles abreißt und neu baut.

Diskussion über Wohnqualität

Dass sich die Stadt große Grundstücksreserven gesichert hat, wird quer durch alle politischen Fraktionen positiv gesehen und stieß bei der letzten Gemeinderatssitzung auch auf große Zustimmung. Kritische Anmerkungen zur Wohnqualität gab es aber bei einzelnen Projekten. GR Nicolaus Niedrist (Liste "Für Hall") bezweifelt, dass die bestehende Infrastruktur ausreicht, wenn hunderte Menschen nach Schönegg ziehen, außerdem sieht er den Trend zur Verdichtung kritisch – man müsse nicht nur darauf schauen, dass möglichst viele Wohnungen entstehen, sondern auch auf die Wohnqualität achten.
Bgm. Posch (ÖVP) verwies auf die bestehende Infrastruktur, etwa die Busverbindungen, die es jetzt schon in Schönegg gibt. StR Irene Partl (FPÖ), Vorsitzende des Wohnungsausschusses, warnt vor einer Luxusdiskussion: "Wir haben hunderte Menschen auf der Warteliste, wir brauchen deswegen neue Wohnprojekte, wo auch entsprechend dicht gebaut wird."
KOMMENTAR: Hall verträgt noch Wachstum
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