Präsenz soll Gauner abschrecken

Einer von elf Chilenen, die rund um St. Pölten 50 Einbrüche verübt haben sollen.
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ST. PÖLTEN (red). Sie sind zwischen 22 und 35 Jahre alt, wuchsen in den Slums von Santiago de Chile auf und kamen nach Europa, um hier mit Einbrüchen den ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen – Das Landeskriminalamt konnte kürzlich elf Chilenen ausforschen, denen insgesamt 50 Dämmerungseinbrüche zur Last gelegt werden. Teile der Beute im Wert von 250.000 Euro stammen aus St. Pölten.

Kontrollen in Siedlungen

Die "Chile-Mafia" spezialisierte sich auf Einbrüche, die jetzt Saison haben: Sie kamen in der Abenddämmerung oder im Morgengrauen und verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. "Speziell in Siedlungsgebieten verstärken wir unsere Kontrolltätigkeit, wenn es früher finster wird", erläutert Franz Bäuchler die Maßnahmen, mit denen Dämmerungseinbrüchen vorgebeugt werden soll. Laut dem St. Pöltner Stadtpolizeikommandanten dürfte die präventive Präsenz ihr gewünschtes Ziel nicht verfehlen: Die Einbrüche seien schon im vergangenen Jahr keine große Problematik gewesen. "Die Statistik zeigt, dass wir im Vergleich mit anderen Städten sehr gut liegen", so Bäuchler.
In St. Pölten wurde im Jahr 2013 laut Kriminalstatistik 51 Mal in Wohnungen und 85 Mal in Wohnhäuser eingebrochen. 2012 waren es noch 78 und 102 derartiger Delikte, die zur Anzeige gebracht wurden.

Aufklärung und Tipps

In St. Pölten-Land wurde 2013 in 61 Häuser eingestiegen. Brennpunkte im Bezirk waren in der Vergangenheit laut Karl Groß vor allem Neulengbach, Böheimkirchen, Altlengbach und Wilhelmsburg. Von einer "Häufung von Dämmerungseinbrüchen" könne man laut dem Chefinspektor aber auch hier nicht sprechen. "Meiner Meinung nach entsteht der Eindruck, dass derzeit eine Häufung stattfinde, durch die derzeitig gewünschte Medienpräsenz, da wir durch Aufklärung und Tipps versuchen, Einbrüchen entgegenzuwirken", so Groß.
Ist man einmal Zeuge eines Einbruchs, solle man sich bemerkbar machen, aber nicht den Helden spielen. Zudem solle "jede verdächtige Wahrnehmung" (lieber einmal zu viel als einmal zu wenig) gemeldet werden. "Denn ohne Mithilfe der Bevölkerung tun wir uns schwer", so Bäuchler.

Zur Sache

Die meisten Einbrüche wurden 2013 in Mödling (2.165), Wien-Umgebung (1.422) und Baden (1.266) registriert.
In Lilienfeld nahm die Einbruchskriminalität im Vergleich zu 2012 mit 45,1 Prozent am meisten zu (177).

Autor:

Bezirksblätter Archiv (Johannes Gold) aus St. Pölten

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