Staubalarm an 19 Tagen

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TRAISENTAL (jg). "Die Daten des Umweltbundesamtes und der Messstationen beweisen, dass die Klima- und Feinstaubprogramme des Landes Wirkung zeigen", zog Umweltlandesrat Stephan Pernkopf kürzlich Bilanz. Die Zahl der Feinstaub-Sanierungsgebiete konnte demnach im Vergleich zu 2006 von 252 Gemeinden auf 107 reduziert werden. Nicht so in Nussdorf und Traismauer: Wurde im vergangenen Jahr der Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter in Traismauer an 17 Tagen überschritten, war dies heuer bereits an 19 Tagen der Fall.
Für Nussdorfs Umweltgemeinderat Karl Priesching liegt dies an der S33 sowie am Schotterabbau inklusive Schwerverkehr. Auch für Walter Pernikl spielen diese Faktoren eine Rolle. Schon bevor das Land die Sanierungsgebiete 2013 auswies, thematisierte Pernikl die Belastung. Er holte Gemeindevertreter aus der Umgebung an einen runden Tisch und erstellte gemeinsam mit Experten des Landes das "Nussdorfer Protokoll". In diesem ist festgehalten, wie Bewohner vor negativen Erscheinungen des Kiesabbaus, der als "nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor" gilt, geschützt werden können.
Dem Gemeinderat gelang es mit Unterstützung des Nationalrats Johann Höfinger, eine mobile Luftgütemessstation nach Nussdorf zu holen. Diese soll im Jänner 2014 errichtet werden und Daten vor Ort messen, um entsprechend reagieren zu können. "Jetzt messen wir einmal, dann machen wir Nägel mit Köpfen", sagt Priesching. In Traismauer indes wird laut Umweltstadtrat Herbert Gorth im Kampf gegen Feinstaub mitunter auf alternative Energie gesetzt. Und noch mehr: "Weil wir uns auch als Tourismus- und Wohlfühlgemeinde etablieren wollen und es schließlich um die Gesundheit geht, werden wir alles im Rahmen der Gemeinde Mögliche in Bewegung setzen."

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