Trotz vorläufiger Klärung
Trinkwasserverunreinigung in Traismauer wirft Fragen auf
- Die FPÖ Traismauer stellte für die betroffenen Bewohner eine Wasserspende bereit, eine weitere Aktion soll folgen.
- Foto: FPÖ
- hochgeladen von Michaela Müller
Seit rund sechs Wochen sorgt eine Verunreinigung des Trinkwassers in der Anton-Wiesenburggasse für Verunsicherung. Als mögliche Ursache werden Verunreinigungen durch Insekten genannt, offiziell bestätigt ist dies nicht.
TRAISMAUER. Nach Angaben von Stadtrat Wolfgang Freißmuth (FPÖ) sind rund 90 bis 100 Wohnungen betroffen. Bewohner berichten von wiederkehrenden Problemen. Besonders Familien mit Kleinkindern seien verunsichert, einige Erwachsene sollen bereits gesundheitliche Beschwerden gehabt haben.
Als mögliche Ursache werden Verunreinigungen durch Insekten genannt, offiziell bestätigt ist dies allerdings nicht. Die zuständige Wohnungsgenossenschaft Alpenland ließ den Tiefenbehälter beziehungsweise die Zisterne am 3. August durch eine Fachfirma reinigen und desinfizieren. In einer Information an die Bewohner hieß es damals: „Das Trinkwasser ist vor dem Verzehr (...) mindestens 3 Minuten lang wallend aufzukochen.“
Die Stadtgemeinde betont, dass das öffentliche Wassernetz regelmäßig kontrolliert werde und die Verunreinigung erst nach der Übergabestelle auftrete. Damit liege die Verantwortung bei der Alpenland.
Laut Bürgermeister Herbert Pfeffer (SPÖ) wurde mittlerweile wieder die erforderliche Wasserqualität festgestellt. Die Bewohner seien am 21. August darüber informiert worden.
Freißmuth fordert in einem offenen Brief dennoch Klarheit über Ursache, Untersuchungsergebnisse und eine dauerhafte Lösung. „Die betroffenen Familien brauchen daher vor allem eines: vollständige Information, Klarheit über die weiteren Maßnahmen und eine möglichst rasche dauerhafte Lösung“, schreibt der Stadtrat.
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