15.03.2017, 12:21 Uhr

Wein wie von anno dazumals

"So Holzfässer können hundert Jahre und älter werden - bei der richtigen Pflege.", erklärt Winzer Michael Huber.

Winzerfamilie aus Reichersdorf macht Weißwein in Akazienholzfässern.

NUSSDORF (jp). Das Weingut Huber in Reichersdorf bei Nußdorf hat lange Tradition: seit zehn Generationen, mindestens seit etwa 1638, bewirtschaftet die Familie Weingärten. "Holzfässer sind die ursprüngliche Art Wein zu machen", sagt Markus Huber. "Früher gab's ja keinen Beton oder Stahl." Der Juniorchef führt den Betrieb nun seit 17 Jahren. Die Fässer aus Akazienholz gehören da dazu.

Tausendsassa Akazie
"Beim Weißwein will man keinen Holzgeschmack", weiß der Jungwinzer. Da bietet sich die Akazie an, weil ihr Holz neutral ist, keinen sogenannten Holzeintrag hat. Außerdem ist es ein luftdurchlässiges Material. Das ermöglicht den wichtigen Sauerstoffaustausch: der Wein kann atmen. Für einen Grünen Veltliner zum Beispiel wie geschaffen.


Ein Wein soll außerdem lagerfähig sein - beim Akazienholzfass ist das der Fall. Insgesamt acht an der Zahl, stammt das Älteste aus dem Jahr 1962. "So Holzfässer können bei der richtigen Pflege hundert Jahre und älter werden", erklärt Huber. Der Veltliner hat es jedenfalls ein wenig eiliger: zehn Monate reift er im Fass.
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