Hietzing
Wiener Werkbundsiedlung hat fünf Häuser fit für die Zukunft gemacht
- (v.l.n.r.) Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Hietzing Thomas Gerstbach, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Hietzing Marcel Höckner, Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, Bezirksvorsteherin Hietzing Johanna Zinkl, Alexander Hießböck (GF WISEG) und Angelika Flatz (GF WISEG).
- Foto: Stadt Wien/Markus Wache
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Die Wiener Werkbundsiedlung in Hietzing zählt zu den bedeutendsten Architekturensembles Österreichs. Nun wurden fünf denkmalgeschützte Häuser umfassend saniert, modernisiert und auf erneuerbare Energie umgestellt.
WIEN/HIETZING. Die Werkbundsiedlung in Lainz wurde 1932 als Mustersiedlung der Moderne mit ursprünglich 70 Häusern errichtet. Unter der Leitung des Architekten Josef Frank entstanden damals Entwürfe namhafter österreichischer und internationaler Architekten. Nun wurden fünf dieser denkmalgeschützten Gebäude in der Veitingergasse, am Engelbrechtweg sowie in der Jagdschlossgasse umfassend saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht.
Im Mittelpunkt der Arbeiten standen neben der Erhaltung der historischen Bausubstanz auch eine bessere Wärmedämmung sowie der Umstieg auf erneuerbare Energie. Die Gebäude werden künftig nicht mehr mit Gas beheizt, sondern mittels Erdwärme versorgt. Zusätzlich liefern Photovoltaikanlagen Strom, während moderne Speichertechnik die Energieversorgung ergänzt. In Hitzeperioden können die Häuser über das neue System sogar gekühlt werden.
Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) betont die Bedeutung des Projekts: „Mit der nachhaltigen Sanierung wird ein bedeutendes Stück österreichischer Architekturgeschichte für kommende Generationen bewahrt. Gleichzeitig zeigen wir, dass sich historisches Ambiente und zeitgemäße Wohnqualität erfolgreich verbinden lassen.“
Denkmal- und Klimaschutz
Die Sanierung ist Teil eines bereits seit 2011 laufenden Projekts zur schrittweisen Modernisierung der Werkbundsiedlung. Insgesamt befinden sich 49 Häuser im Eigentum der WISEG, die sich auf den Erhalt historischer Wohnhäuser spezialisiert hat.
Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (SPÖ) freut sich über den nächsten Meilenstein: „Die Werkbundsiedlung ist ein architektonisches Juwel Hietzings. Mit der Sanierung und der nachhaltigen Energieversorgung bleibt ihr besonderer Charakter erhalten und sie wird gleichzeitig fit für die Zukunft gemacht.“
- "Wien ist internationales Vorbild, wenn es darum geht, historisches Ambiente mit modernen Bedürfnissen zu vereinen“, erklärt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
- Foto: Stadt Wien/Markus Wache
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Auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter Marcel Höckner verweist auf den Klimaschutz: „Gerade im Wohnbau ist die Reduktion von CO₂-Emissionen entscheidend. Dass dies auch bei denkmalgeschützten Gebäuden gelingt, zeigt den hohen Stellenwert nachhaltiger Sanierungen in Wien.“
Für die WISEG gehen Denkmal- und Klimaschutz Hand in Hand. Die Geschäftsführer Angelika Flatz und Alexander Hießböck erklären: „Jedes dieser Häuser ist ein Stück Baugeschichte. Mit der behutsamen Sanierung erhalten wir die historische Substanz und schaffen gleichzeitig zeitgemäßen Wohnraum für kommende Generationen.“
Wer künftig selbst in einem der sanierten Architekturjuwele wohnen möchte, kann sich bereits jetzt für vier der fünf Häuser online vormerken lassen. Die Gebäude werden unbefristet und provisionsfrei vermietet. Damit erhalten die denkmalgeschützten Häuser nicht nur ein neues Energiekonzept, sondern auch neues Leben.
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