Weltweiter Erfolg für Josef Stefan
Weltmeister der Naturfotografie in Ziersdorf gefeiert
- Würdigten ganz besonders den Naturfotografen und seine Bilder: Richard Hogl, Marianne Lembacher, Josef Stefan, Erwin Pröll, Stefan Schröter
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Mit begeistertem Applaus, bewegenden Worten und beeindruckenden Naturaufnahmen wurde die Ausstellung von Josef Stefan in der Galerie ArtSchmidatal im Konzerthaus Weinviertel eröffnet. Er gewann den Wettbewerb zum Wildlife Photgrapher of the Year 2026 mit seinem Bild "Flying Rodent".
ZIERSDORF. Die Vernissage stand ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen Erfolgs: Der 66-jährige Fotograf Josef Stefan aus Hollenstein gewann den renommierten Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year 2026“ gegen mehr als 66.000 eingereichte Bilder aus aller Welt.
Ein Sieg, der um die Welt ging
Sein Siegerfoto „Flying Rodent“ entstand im November 2024 in Spanien. Dafür harrte Stefan zwei Tage lang aus, bis ein iberischer Luchs plötzlich auftauchte und mit seiner Futterbeute spielte. Genau dieser magische Moment wurde schließlich zum preisgekrönten Bild.
Stolz auf einen Fotografen aus der Region
Ziersdorfs Bürgermeister Stefan Schröter begrüßte die zahlreichen Gäste und zeigte sich stolz über den internationalen Erfolg des Fotografen.
- Bürgermeister Stefan Schröter zeigte sich stolz auf den internationalen Erfolg.
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Auch Landtagsabgeordneter Richard Hogl gratulierte herzlich: „Wir sind stolz auf Josef Stefan und freuen uns mit seinem Erfolg. Großer Einsatz, tolle Arbeit. Besonders möchte ich auch sein Engagement im Rahmen der ArtSchmidatal hervorheben. Regionale Künstler haben hier einen Rahmen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.“
- Josef Stefan führte die Gäste durch die Ausstellung und erzählte zu den Bildern seine Geschichten.
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Marianne Lembacher stellte den Künstler näher vor und erinnerte daran, dass Josef Stefan bereits seit seinem 16. Lebensjahr fotografiert. Seine große Leidenschaft gelte seit jeher der Natur. Mit seinem Wettbewerbssieg habe er dem Schmidatal weltweite Aufmerksamkeit verschafft.
„Als ich vom Sieg erfahren habe, war ich sprachlos“
Josef Stefan selbst schilderte eindrucksvoll die Stunden nach seinem Erfolg: „Als ich vom Sieg erfahren habe, war ich sprachlos, erhielt weltweite Glückwünsche, war in allen namhaften Nachrichten. Es war wirklich unglaublich.“
- Große Anerkennung und Wertschätzung von Erwin Pröll an Josef Stefan.
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Besonders wichtig war ihm dabei die Authentizität seiner Arbeit hervorzuheben. Beim Wettbewerb seien keinerlei Manipulationen erlaubt: „An diesem Bild ist alles echt, bei diesem Wettbewerb darf nichts verändert werden, KI ist verboten.“
25 Bildern von weltweiten Fotografen kamen in die Endauswahl. Dann gab es das Voting aus der Bevölkerung, dabei erhielt Stefan insgesamt 11.822 Stimmen – der Zweitplatzierte kam auf rund 5.700 Stimmen. „Man sieht, dass auch ein kleines Land und der Bezirk Hollabrunn viel ausrichten kann“, sagte der Fotograf unter großem Applaus.
Natur schützen und genauer hinsehen
In seinen Worten wurde auch seine tiefe Verbundenheit zur Natur spürbar. Josef Stefan betonte die Bedeutung des Artenschutzes und verwies darauf, dass der iberische Luchs durch gezielte Projekte vor dem Aussterben gerettet werden konnte.
- Die Galerie ArtSchmidatal bietet regionalen Künstlern eine wichtige Bühne.
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Gleichzeitig appellierte er, auch die heimische Natur stärker wahrzunehmen und zu schützen: „Auch unsere Region hat sehr viel zu bieten, einfach rausgehen und schauen.“
Mit seinen Fotografien wolle er Geschichten erzählen – von der Schönheit, aber auch von der Verletzlichkeit der Natur. Ein großer Traum sei es noch, einen Polarbären auf Spitzbergen vor die Linse zu bekommen.
Erwin Pröll eröffnete die Ausstellung
Landeshauptmann außer Dienst Erwin Pröll eröffnete schließlich offiziell die Ausstellung und fand dabei große Worte für den Künstler und die Plattform ArtSchmidatal: „Ein großartiger Erfolg – und ich freue mich sehr, die Eröffnung übernehmen zu dürfen. ArtSchmidatal ist eine wunderbare Plattform für regionale Künstlerinnen und Künstler. Sie verleiht der Region besondere Innovationskraft und macht ihren lebendigen kulturellen Geist sichtbar.“
- Erwin Pröll zeigte sich tief beeindruckt vom Talent des Fotografen.
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Pröll betonte, dass dieser Erfolg kein Zufall gewesen sei: „Josef Stefan hat diesen Erfolg nicht mit einem zufälligen Schnappschuss erzielt, sondern durch harte Arbeit, großes Talent und beeindruckende Ausdauer. Seine Fähigkeiten sind außergewöhnlich – er kann mehr, als wir alle gemeinsam.“
Mit Fotos werden einzigartige Momente festgehalten
Besonders beeindruckt zeigte sich Pröll von Stefans Blick auf die Natur: „Mit seinen Fotografien öffnet er uns die Augen, denn er kann mehr wahrnehmen, als wir im Alltag bemerken. Sehen ist mehr als schauen.“
- Für die musikalische Umrahmung sorgte der Großweikersdorfer Hausgsang.
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Für die musikalische Umrahmung sorgte der Großweikersdorfer Hausgsang. Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, die eindrucksvollen Naturfotografien zu bestaunen und mit dem Künstler persönlich ins Gespräch zu kommen.
Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeister Stefan Schröter aus Ziersdorf, Bürgermeister Florian Hinteregger aus Sitzendorf, Bürgermeisterin Irmtraut Traxler aus Heldenberg, Harald Froschauer von der Volkskultur Niederösterreich, Nationalrat außer Dienst Hannes Bauer sowie Leader-Obmann Peter Steinbach.
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