Coronavirus
Desinfektionsmittel europaweit nicht mehr zu bekommen

Mag. Gilbert Zinsler
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"Im Bezirk Horn haben wir ja momentan noch keinen Coronafall, soviel ich weiß. Das kann sich aber stündlich bzw. in wenigen Tagen ändern. Dass Horn die Insel der Seligen bleibt, ist nicht zu erwarten", sagt Pharmazeut Gilbert Zinsler.

HORN. "Was ich bei mir in der Apotheke merke, dass es eine große Verunsicherung der Personen gibt und einen Ansturm auf die Apotheken, momentan vor allem im Hinblick auf Desinfektionsmittel. Aber im Augenblick auch eine Bevorratung mit Arzneimitteln - und das ist durchaus sinnvoll. Ich habe mit Dr. Schleritzko gesprochen, die ihren Patienten durchaus empfiehlt, sich quasi einzudecken für die nächsten Wochen, damit sie, sollte die Epidemie stärker werden, oder die Krankheitszahlen zunehmen, vielleicht nicht hinaus müssen. Weil im Alter ist das Infektionsrisiko höher."

Desinfektion wichtig

"Die Fertigdesinfektionsmittel sind alle ausverkauft, europaweit nicht mehr zu bekommen. Sie sind sehr begehrt. Es ist auch sehr sinnvoll, eine Desinfektion vorzunehmen, wenn man in Kontakt mit vielen Menschen ist." Ein Händedesinfektionsmittel ist wichtig. Hier fertigen die Apotheken derzeit eine Mischung an, ein Händedesinfektionsmittel nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation. "Nur haben wir das Thema, dass wir keinen Alkohol bekommen. Finanzämter sagen, wir dürfen das nicht mit unversteuertem Alkohol machen, müssen versteuerten Alkohol dafür nehmen, weil es kein Arzneimittel sei. Es streitet das Gesundheitsministerium momentan mit dem Finanzministerium. Da ist unsere Kammer momentan sehr aktiv."

Preissteigerungen

"Deswegen ist es in letzter Zeit zu Preissteigerungen gekommen. Es gibt nicht nur den Alkohol nicht mehr, sondern auch keine Plastikflaschen, nicht einmal Kanister bei den Alkoholherstellern, sodass wir persönlich morgen zu den Herstellerbetrieben mit Kanistern fahren werden. Wir bekommen auch keine Sprühflaschen, füllen die Mittel derzeit in Glasflaschen. Das ist eine Ausnahmesituation, nicht nur in den Spitälern und Ordinationen, auch in der Apotheke. Auch was die Patientenzahlen betrifft, in Ausnahmesituationen muss man ein bisschen erfinderisch sein."

Autor:

H. Schwameis aus Horn

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