30.06.2017, 18:04 Uhr

Versuchter Betrug in der Nähe von Gars

Ein unbekannter Telefonanrufer teilte einem Pensionisten (76) mit, dass seine Ehefrau bei einer Lotterie im Jahre 2015 den Bargeldbetrag von € 75 000 gewonnen und diesen bis dato nicht abgeholt hätte.

Dieser Bargeldbetrag würde per Bote und einer Notarin überbracht werden - der Mann sprach schönes Hochdeutsch. Für die entstehenden Spesen würde der Bargeldbetrag von € 750 bei der Übergabe des Geldkoffers eingefordert werden.
Es folgten mehrere Anrufe durch den Unbekannten. Der Bargeldbetrag wurde dabei auf die Internetwährung Bitcoin umgeändert.

Mann besorgte Bitcoins

Der Pensionist hat bei einer Bank tatsächlich Bitcoins erworben.
Allerdings weigerte er sich trotz beharrlichen Drängens die Daten der sogenannten Bitcoinscheine telefonisch bekannt zu geben. Der Anrufer beendete daher abrupt das Gespräch.
Ein anderer Anrufer versuchte nochmals, in einem etwa 20 minütigen Gespräch den Mann zur Bekanntgabe der Daten des Scheines zu bewegen - abermals vergeblich.
"Das war ein Glück. Denn durch die Bekanntgabe der Zahlen auf dem Schein, wäre das Geld vermutlich augenblicklich weg gewesen. Am anderen Ende der Telefonverbindung sitzt eine Person am PC, die durch die Eingabe der Bitcoin-Zahlen sofort das Geld auf jedes x-beliebige Konto überweisen kann," so ein Exekutivbeamter.
Es erfolgte weder eine Überweisung eines Geld- noch eines Bitcoinbetrages.
Der Pensionist war zur Polizei gegangen und hatte Anzeige erstattet.
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