27.04.2014, 13:09 Uhr

Wein-Etiketten zu sexy

(Foto: Matthias Laurenz Gräff)

Nackte Tatsachen: So sexy wäre der Wein noch nie gewesen. Verantwortliche verschmähen Künstler-Etiketten

GARS. Von der Beerenauslese bis zum Veltliner, überall gibt es Weine, die mit schönen Etiketten beeindrucken. So auch in Gars. Die Marktgemeinde zelebriert seit vielen Jahren die Weintaufe, wo Namen und passende Etiketten mit Enthüllung der Jungweine gefeiert werden. Die neuen Garser Weine sind seit diesem Ostermontag getauft.
Die geplanten Künstler-Etiketten von Matthias Gräff zieren aber nicht die Flaschen. Denn er verewigte seine Muse - nackt. Das war für Gemeinde, Wirte und den Vertrieb, die Fa. Kiennast zu pikant. In einer Schnell-Aktion wurde von einer Werbeagentur eine Landschaftsaufnahme von Gars präsentiert. Der neue Intendant der Oper Gars, Dr. Johannes Wildner, fungierte als Weinpate.

Garser Wein immer sexy
"Das stimmt", erklärt Bgm. Martin Falk auf Anfrage der BB. "Die Auswahl ist nicht auf den Künstler Gräff gefallen, weil der Akt der Lebensgefährtin im Vordergrund gestanden ist. Wir haben das Projekt mit dem Künstler auf nächstes Jahr verschoben - im Einvernehmen mit Matthias Gräff. Ich habe mich bei der Kunst vorher noch nie eingemischt. Dann muss der Taufpate genaue Angaben machen, was man sich vorstellt." Vor Jahren entwarf Gräffs' Vater die Etiketten - Nackte zierten die Flaschen der Rebensäfte mit den Namen "Vorspiel", "Verführung", "Höhepunkt". "Aber das waren anonyme Akte", lächelt Bgm. Falk.
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