Bezirks-SPÖ präsentierte Wahlkampagne

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IMST (ps). Mit dem Slogan "Freu dich Tirol" ziehen Alexandra Zollitsch und Vincenzo Diana für die Bezirks-SPÖ in den Landtagswahlkampf. Als runderneuerte, jünger aufgestellte Partei wollen die auf Platz sieben und zwölf gereihten frischen Wind in die Landesregierung bringen. Dabei sind ihre bezirksbezogenen Themen zumindest teilweise weniger neu, dennoch aktueller denn je. So will man Wohnen leistbarer machen, im Bereich Pflege Personal aufstocken und Kinderbetreuungsplätze schaffen. Das Rad wird also nicht neu erfunden, doch einige neue Themen würzen das Parteiprogramm etwas nach. Der auf Bundesebene gekippte Beschäftigungsbonus, der vor der Nationalratswahl von Kern als Wahlzuckerl durchgeboxt und Ende Jänner wegen Unfinanzierbarkeit bereits wieder der Geschichte angehören wird, soll Tirolweit möglich gemacht werden. Tirol soll die Kosten dafür mit Einsparungen in der Verwaltung stemmen, erklärte Diana.

Frauenhaus soll entstehen
Alexandra Zollitsch wartet mit einem sensiblen Thema auf, die Gewalt gegen Frauen. 70 Frauenhausplätze würden in Tirol fehlen, vor allem im Oberland sei wenig Angebot für Frauen, die eine Anlaufstelle und oft augenblicklich eine sichere Unterkunft brauchen.
Weiters ist ihr die Digitalisierung und die Bekämpfung der aufblühenden Cyberkriminaliät ein Anliegen. Dazu gehören auch Beratung und Hilfeleistung bei Mobbing, insbesondere bei Zurschaustellung im Netz. Zollitsch sei in das Thema eingearbeitet und betreue bereits zwei Projekte. Die 41-jährige Haimingerin sieht auch, genau wie Diana, Handlungsbedarf beim Personalmangel in der Pflege. Sie würde privat geführte Heime höher besteuern und die damit gewonnenen Mittel in den Personalmehraufwand investieren. "Ein Pflegeheim soll keine gewinnorientierte Institution sein, viel mehr soll auf die Qualität der Pflege für jeden Einzelnen geachtet werden", so Zollitsch.

Hallenbad wird gewünscht
Für Diana stellt die Lärmbelästigung insbesondere in Imst ein zentrales Thema dar. Er fordert einen mehrere Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog zur Reduzierung der Belastung durch den ständig steigenden Verkehr.
Weiters könnte er sich ein Hallenbad in Imst, finanziert durch Stadt, Land und umliegende Gemeinden gut vorstellen. Eine Machbarkeitsstudie soll Aufschluß geben über Rentabilität und notwendige Bau- bzw. Instandhaltungskosten, die Diana auf umliegende Gemeinden verteilen würde.
Zudem ist die Bezirks-SPÖ dem Horten von Baugründen oder Immobilien kritisch gegenüber eingestellt. Sie fordert eine Senkung der Baulandpreise und der Wohnungspreise, "damit man nicht einen Lottosechser braucht, um sich einen Baugrund leisten zu können", erklärt der junge Vincenzo Diana. "Wenn Bauland nicht mehr gehortet  würde, steigt das Angebot am Markt und der Preis sinkt automatisch", so Diana weiter.
Anreize zum Veräussern von Bauland sollen vom Land geschaffen werden.
Wie die SPÖ, außer der geplanten Verwaltungsreform, die frommen Wünsche finanzieren würde, bleibt in kolportierten Mutmaßungen verborgen. Die Bezirksparteivertretung ist jedenfalls motiviert, den Beweis und die Realisierung der Projekte anzutreten, im Falle man wird gewählt.

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