LR Palfrader: "Kein Gymnasium wird geschlossen!"

Beate Palfrader sieht die Standortdiskussion für eine "Gemeinsame Schule" als verfrüht.
  • Beate Palfrader sieht die Standortdiskussion für eine "Gemeinsame Schule" als verfrüht.
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Die Pläne für eine Modellregion "Gemeinsame Schule" stoßen in Imst, Landeck, Reutte und Lienz auf Widerstand. Woher kommt dieser?
LR BEATE PALFRADER: "Dieser vorauseilende Widerstand kommt nur aus der Gymnasium-Unterstufe, welche aber nur ein Viertel der Schüler besucht. Diskussionen über Regionen und Ausgestaltung sind vollkommen verfrüht. In keiner Weise wurde von der Landesregierung irgendein diesbezüglicher Beschluss gefasst. Es ist daher nicht verständlich und auch nicht notwendig, dass Unsicherheiten und Ängste geschürt und mit polemischen Parolen ganze Regionen in Aufregung versetzt werden."
Hauptkritikpunkt: Schulpartner, Eltern und Lehrer werden nicht in diese Modellregion eingebunden und diese wird über die Köpfe hinweg installiert.
"Auch diese Kritik ist völlig verfehlt, denn im Beschluss der Bundesregierung ist auf jeden Fall die Einbindung der Schulpartner vorgesehen. Wie diese aussehen soll, ist noch völlig offen. Ich habe mehrfach betont, dass eine Mitbestimmung denkbar ist. Das wird allerdings von Gegnern immer verschwiegen, um die Verunsicherung zu erhöhen."
Auch im Landtag war bei der Fragestunde die "Gemeinsame Schule" Thema, es scheint ein Informationsdefizit zu geben. Wurde im Vorfeld genügend informiert?
"Das Thema gemeinsame Schule ist zwar schon lange präsent, aber es stimmt, dass bisher viel zu wenig und vor allem viel zu unsachlich darüber diskutiert wurde. Die Bürger darüber zu informieren ist daher eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten Monate."
Die gemeinsame Schule wird von Ihnen immer als eine Schule der Vielfalt gepriesen. Was wären die größten Vorteile?
Ziel ist es, keinen Einheitsbrei, sondern durch Zusammenführung von NMS und Unterstufen-Gymnasium einen innovativen Schultyp zu schaffen. Eine 'Gemeinsame Schule' ist eine Schule der Vielfalt, bei der gymnasiale Ausbildung und Schwerpunkte der NMS wie Sport, Musik, Technik und Sprachen weiter bestehen bleiben. Durch Rücksichtnahme auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder, streben wir eine ausgezeichnete Förderung aller Schüler, von den Hochbegabten bis zu den Schwächeren, in einer gemeinsamen Schule an. Dadurch gibt es keine Bildungswegentscheidung für neun Jahre alte Kinder, der Druck auf die Kids, Eltern und Lehrkräfte sinkt. Und: Es wird kein Gymnasium geschlossen, die Oberstufe bleibt wie bisher erhalten, nur die Unterstufe wäre Teil der gemeinsamen Schule."

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