"30 Jahre Pitztalbrücke" - Eingang ins Pitztal über neuerbaute Brücke

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Wo: Pitztalbrücke, 6471 Arzl im Pitztal auf Karte anzeigen

"Chancengleichheit für das gesamte Pitztal" - "Meilenstein in der Geschichte des Pitztales" - "Anschluss des Pitztales an den großen Verkehrsfluss des Inntales", "Verkehrsmäßige und wirtschaftliche Erschließung sind gleichbedeutend mit der Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner", solche und ähnliche Worte hörten die geschätzten 6000 Besucher am 24. September 1983 bei der Einweihungsfeier und Verkehrsübergabe der Pitztalbrücke in Arzl.

Das damalige Rekordbauwerk mit 221 Meter Länge, die Bogenbrücke mit 169 Meter im "freien Vorbau" erbaut, war in dieser Bauweise die größte in Europa. In zweijähriger Bauzeit sind über 800 Kubikmeter Beton und 120 Tonnen Stahl verbaut worden. Die Baukosten der Brücke betrugen rund 50 Millionen Schilling (ca. 3,6 Millionen Euro). Das Nadelöhr "Arzler Wald" mit dem Schranken beim Bahnhof und die vor allem im Winter oft abenteuerlichen Fahrverhältnisse, war somit beseitigt.
Die Talbevölkerung mit allen Bürgermeistern und auch der damalige Landeshauptmann Eduard Wallnöfer sowie Landesstraßenreferent LH-Stellv. Ernst Fili wussten diese Investition sehr zu schätzen, wurde doch für "Alle" (insbesondere für Pendler, die taleigene Wirtschaft und Tourismusentwicklung) eine wesentliche Verbesserung prognostiziert. Weitere Ausbaustufen an der Pitztaler Landesstraße mit Lawinenverbauungen waren schon fertiggestellt und sollten noch realisiert werden.
Vor allem für den Tourismusaufschwung im hinteren Tal sollte das im selben Jahr, am 24. Dezember in Betrieb genommene und im 24. Februar 1984 offiziell eingeweihte Ganzjahresschigebiet am Mittelbergferner sorgen.

Rückblickend auf die vergangen dreißig Jahre im Pitztal kann man feststellen, dass die Investitionen in die Infrastruktur, Wirtschaft und Tourismus für die Bevölkerung (viele im Tal haben den Umstieg von der Landwirtschaft zur Tourismuswirtschaft getätigt - Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch Firmenansiedlungen in der Region usw.) gegenwärtig und mittelfristig meistens Verbesserungen und Erleichterungen in der Lebensqualität und Sicherheit mit sich bringen.
Ob das auch mit weiteren großen baulichen Eingriffen im Alpinen Raum so ist, wird sich vermutlich erst für spätere Generationen zeigen - vielleicht schon in dreißig Jahren!

Die Repros von den Brückenbauarbeiten (1981-1983) konnte ich aus Dias vom damaligen Fotografen Willi Kopp anfertigen.
2013.09.18

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