Ausgleichbecken der TIWAG nimmt Form an
Beruhigtes Wasser soll in den Inn fließen

Lokalaugenschein beim Kraftwerk Silz mit Vorstandsdirektor Johann Herdina und Projektleiter Klaus Feistmantl (re.)
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"Die Bauarbeiten beim neuen Schwallausgleichsbecken für das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai laufen planmäßig. Das insgesamt 300.000 m³ fassende Becken auf Stamser Gemeindegebiet soll dazu beitragen, den Lebensraum im Inn nachhaltig zu verbessern. Durch Einleitung des Kraftwerkabflusses in das Ausgleichsbecken wird der Schwall reduziert, bevor das Wasser in den Inn geleitet wird“, informierte TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina bei einem Lokalaugenschein: „Die TIWAG leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Ökologisierung des Inn.“ Die Baukosten für das Ausgleichsbecken betragen rund 19 Mio. Euro, die Fertigstellung ist bis April 2023 geplant.

STAMS. Aktuell ruhen die Bagger aufgrund des vorgeschriebenen Bauverbotes in der Vogelbrutzeit (15.04. bis 31.07.). Der Oberboden des insgesamt 100.000 m² umfassenden Beckens ist abgetragen. Es wurde bereits mit den Aushubarbeiten begonnen. Das Betonbauwerk als Verbindung zum Kraftwerkauslauf ist ebenso wie die Verlegeplattform für die Untergrundabdichtung sowie das Schlauchwehr fertiggestellt. Im Herbst werden die Aushubarbeiten fortgesetzt.

Großrevision im Kühtai vor Abschluss

Weit fortgeschritten ist auch die vorgeschriebene Großrevision bei den Kraftwerksanlagen im Kühtai. Die Inspektions- und Sanierungsarbeiten an den beiden Speichern wurden zwei Wochen früher als geplant abgeschlossen. Ende Mai konnte mit dem Einstau des Speichers Längental begonnen werden. Mittlerweile ist das Kraftwerk Silz mit beiden Maschinen wieder in Betrieb. Aktuell laufen noch restliche Arbeiten am Speicher Finstertal. Ab Mitte August steht dann auch der Pump- und Turbinenbetrieb der Oberstufe wieder zur Verfügung.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 60 Mio. Euro. „Wir haben die Außerbetriebnahme genutzt, um neue Möglichkeiten in der nachhaltigen Sedimentbewirtschaftung des Speichers Längental umzusetzen. Dadurch ist zukünftig eine vollständige Entleerung zu Revisionszwecken nicht mehr notwendig“, betont Herdina.

Vorarbeiten für Kraftwerkserweiterung

Der Baustart für die Hauptbaumaßnahmen zur Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz ist für das Frühjahr 2021 geplant, vorbereitende Arbeiten laufen bereits seit Herbst 2019. Dazu wurden im Kühtai neue Biotope für Frösche und Bergmolche geschaffen sowie Ameisenhügel an sichere Stellen außerhalb des zukünftigen Baufeldes versetzt. Erst nach Abschluss dieser begleitenden Maßnahmen, können die Erdarbeiten beginnen. Zuvor wird noch der Oberboden entfernt und für die spätere Rekultivierung zwischengelagert.
Die vorbereitenden Umsetzungsmaßnahmen sind Teil der Genehmigung und erfolgen unter naturschutzbehördlicher Aufsicht und Kontrolle. Sowohl beim Ausgleichsbecken in Stams als auch bei den Vorarbeiten im Kühtai sind vorwiegend Unternehmen aus dem Tiroler Oberland beauftragt. Allein 2020 fließen damit rund 29 Mio. Euro an die regionale Wirtschaft.
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Lokalaugenschein beim Kraftwerk Silz mit Vorstandsdirektor Johann Herdina und Projektleiter Klaus Feistmantl (re.)
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Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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