13.11.2016, 00:00 Uhr

201 neue landwirtschafliche Facharbeiterinnen und Facharbeiter!

LAbg. Kathrin Kaltenhauser, LK-Bildungsmanagerin Nikola Kirchler, Evelyn Darmann (GF des Ländlichen Fortbildungsinstitutes und der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle), Alois Poppeller (Leiter der Gruppe Agrar), Christina Röck (Fachinspektorin für Betriebs- und Haushaltsmanagement), Landesschulinspektor Stephan Prantauer, LK-Präsident Josef Hechenberger und Kammerdirektor Ferdinand Grüner (Foto: Die Fotografen)

Unlängst wurden im Rahmen der Agro Alpin erstmals allen Absolventinnen und Absolventen der Facharbeiterausbildung im zweiten Bildungsweg gemeinsam die Facharbeiterbriefe verliehen.

BEZIRK. „Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein“ – getreu diesem Motto haben in diesem Jahr 201 Interessierte die Ausbildung zur Facharbeiterin bzw. zum Facharbeiter absolviert. Für die Berufe Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement und Landwirtschaft wurde erstmals ein neues Konzept gemeinsam von allen involvierten Partnern an sechs Ausbildungsstandorten in Tirol umgesetzt.

Drei Wege zur Ausbildung

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Ausbildungswege, um die Facharbeiterqualifikation zu erwerben: Die Absolvierung einer einschlägigen Fachschule, die duale Ausbildung (Lehre) und die Lehrgänge für Erwachsene im zweiten Bildungsweg. Im Herbst 2015 startete die dritte Variante mit einem komplett neuen Konzept und mit modularem Aufbau. Erstmals waren einzelne Module von den rund 250 Unterrichtseinheiten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer standortübergreifend frei wählbar. Das stieß auf positive Resonanz: „Das tägliche Leben und die heutige Arbeitswelt verlangt, dass wir flexibel auf neue Herausforderungen und Problemstellungen reagieren. Dazu braucht es nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Persönlichkeits-, Sozial- und Methodenkompetenz.

Praktisches Wissen vermitteln

Uns ist es wichtig, dass in dieser Ausbildung nicht nur Wissen abgefragt, sondern letztendlich danach auch angewendet werden kann“, sind sich Landesschulinspektor Stephan Prantauer und Evelyn Darmann, GF des Ländlichen Fortbildungsinstitutes und der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle, einig.

Innovation in der Ausbildung

Neben den fachlichen Inhalten sind im neuen Konzept auch methodische Neuerungen eingebaut. So sind e-learning und die Auseinandersetzung mit innovativen Hofkonzepten fixe Bestandteile in der Ausbildung. Bei den Wahlmodulen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 40 Unterrichtseinheiten aus dem Angebot Waldwirtschaft, Obstbau, Direktvermarktung, agrarische Dienstleistungen, Kräuter, Almwirtschaft, Pferdewirtschaft und erstmals auch Betriebs- und Haushaltsmanagement wählen. „Durch die Einführung der Wahlmodule kann die Ausbildung besser auf die individuellen Interessen abgestimmt werden, wobei das Hauptaugenmerk dabei auf dem kompetenzorientierten Aufbereiten der Inhalte liegt. Die jährlich kontinuierlich steigende Zahl der Absolventinnen und Absolventen zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Schulwesen, LFI und LFA Früchte trägt“, hebt LK-Präsident Josef Hechenberger die wichtige Rolle aller beteiligten Bildungseinrichtungen hervor.

201 Facharbeiterinnen und Facharbeiter

Insgesamt wurden heuer neun Lehrgänge an den jeweiligen Schulstandorten (Imst, Rotholz, St. Johann/Weitau und Lienz) sowie in Innsbruck und Kematen angeboten. Besonders erfreulich war, dass 27 TeilnehmerInnen durch das modulare System erstmalig die Facharbeiterausbildung im zweiten Bildungsweg „Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement“ absolvieren konnten. 174 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer absolvierten die Ausbildung im Fachgebiet „Landwirtschaft“.
Dieses rege Interesse und der Erfolg dieses ersten „neuen“ Facharbeiterlehrganges freut auch LH- Stv. Josef Geisler: „Eine gute Ausbildung, Erfahrung und die Liebe zur Arbeit sind die wesentlichen Voraussetzungen für Erfolg – in jeder Branche. Ich gratuliere allen Facharbeiterinnen und Facharbeitern ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss.“
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